{"id":3531,"date":"2022-04-09T15:03:39","date_gmt":"2022-04-09T13:03:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/?p=3531"},"modified":"2022-04-09T15:03:57","modified_gmt":"2022-04-09T13:03:57","slug":"verjaehrung-schadenersatz-fuer-nicht-bezahlte-pensionskassenbeitraege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/04\/09\/verjaehrung-schadenersatz-fuer-nicht-bezahlte-pensionskassenbeitraege\/","title":{"rendered":"Verj\u00e4hrung Schadenersatz f\u00fcr nicht bezahlte Pensionskassenbeitr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"<p>In vom Bundesgericht in <a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2Faza:\/\/14-03-2022-4A_402-2021&amp;lang=de&amp;zoom=&amp;type=show_document\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BGer 4A_402\/2021 vom 14. M\u00e4rz 2022<\/a> hatte sich das Bundesgericht insbesondere mit der Frage der Verj\u00e4hrung von Forderungen auseinanderzusetzen, insbesondere wann gewisse Schadenersatzforderungen <a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2015\/12\/03\/arbeitsrecht-und-verjaehrung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verj\u00e4hren<\/a> w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Verj\u00e4hrung von Forderungen des Arbeitgebers<\/h3>\n<p>Die Verj\u00e4hrungsfrist nach Obligationenrecht betr\u00e4gt grunds\u00e4tzlich 10 Jahre. Dieser Grundsatz gilt aber in seiner uneingeschr\u00e4nkten Form nur f\u00fcr Forderungen des Arbeitgebers. S\u00e4mtliche vertraglichen Forderungen des Arbeitgebers gegen den Arbeitnehmer aus dem Arbeitsverh\u00e4ltnis verj\u00e4hren erst nach zehn Jahren. Der Arbeitgeber muss allerdings darauf achten, dass er seine Forderung rechtzeitig, m\u00f6glichst mit der n\u00e4chsten Lohnzahlung, sp\u00e4testens aber am Ende des Arbeitsverh\u00e4ltnisses, geltend macht. Andernfalls kann der Arbeitnehmer das Schweigen des Arbeitgebers unter Umst\u00e4nden als Verzicht auf die Forderung des Arbeitgebers verstehen, was allerdings nichts mit der <a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2015\/12\/03\/arbeitsrecht-und-verjaehrung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verj\u00e4hrung<\/a> zu tun hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Verj\u00e4hrung von Forderungen des Arbeitnehmers<\/h3>\n<p>Gem\u00e4ss Art. 128 Ziff. 3 OR <a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2015\/12\/03\/arbeitsrecht-und-verjaehrung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verj\u00e4hren<\/a> Forderungen des Arbeitnehmers aus dem Arbeitsverh\u00e4ltnis bereits nach 5 Jahren. Es ist also grunds\u00e4tzlich vom Obligationenrecht her eine k\u00fcrzere Verj\u00e4hrungsfrist f\u00fcr die Arbeitnehmer als f\u00fcr die Arbeitgeber vorgesehen. Entgegen dem Wortlaut gilt diese k\u00fcrzere Verj\u00e4hrungsfrist von 5 Jahren aber nur f\u00fcr geldwerte Leistungen, d.h. f\u00fcr Forderungen, die im weitesten Sinne die Arbeit entgelten. Unter diese Forderungen fallen gem\u00e4ss der Gerichtspraxis und der juristischen Literatur neben dem Grundlohn auch die Gratifikationen, Boni, Erfolgsbeteiligungen, \u00dcberstundenlohn, Lohnzuschl\u00e4ge f\u00fcr Sonntags- und Nachtarbeit, Ferienlohn, Teuerungszuschl\u00e4ge nach den anwendbaren Gesamtarbeitsvertr\u00e4gen, Spesen und Auslagenersatz (umstritten), Karrenzentsch\u00e4digungen sowie auch der Lohn bei unverschuldeter Verhinderung an der Arbeit gem\u00e4ss Art. 324a OR (vgl. hierzu insbesondere <a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/arbeitsvertrag\/id\/9783727235108\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Astrid Lienhard, in: Boris Etter\/Nicolas Facincani\/Reto Sutter, Arbeitsvertrag, Art. 341 N 53<\/a>).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>BGer 4A_402\/2021 vom 14. M\u00e4rz 2022<\/h3>\n<p>Nach der fristlosen Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses macht der Arbeitnehmer verschiedene Anspr\u00fcche geltend. Ein Anspruch des Arbeitnehmers lautete auf Schadenersatz wegen Nichterf\u00fcllung des Arbeitsvertrags, da die Arbeitgeberin die \u00fcberobligatorische Versicherung &#8222;bel \u00e9tage&#8220; nicht zu seinen Gunsten abgeschlossen hatte.\u00a0 In Art. 12 des Arbeitsvertrages (&#8222;Vorsorge f\u00fcr das Personal&#8220;) war n\u00e4mlich vorgesehen, dass das Pensionskassensystem dass &#8222;[d]ieses System durch eine Versicherung &#8222;Bel Etage&#8220; erg\u00e4nzt wird, die vollst\u00e4ndig von [der Arbeitgeberin] bezahlt wird und 10 % des Bruttolohns ausmacht&#8220;.<\/p>\n<p>In seiner Klage machte der Arbeitnehmer in diesem Zusammenhang einen Betrag von CHF 674&#8217;090 geltend. Mit Urteil vom 4. Februar 2020 hatte das Gericht einen Betrag von CHF 606&#8217;584 anerkannt, und mit Urteil vom 12. Juli 2021 erh\u00f6hte die Chambre des prud&#8217;hommes de la Cour de justice du canton de Gen\u00e8ve den Betrag auf CHF 614&#8217;707.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Verj\u00e4hrung der Schadenersatzanspr\u00fcche<\/h3>\n<p>Vor Bundesgericht war insbesondere strittig, ob diese Anspr\u00fcche nach 10 oder 5 Jahren verj\u00e4hren w\u00fcrden (neben der Frage, ob \u00fcberhaupt ein Schadenersatzanspruch bestand).<\/p>\n<p>Das kantonale Gericht befand, dass die Anspr\u00fcche des Arbeitnehmers Schadenersatz wegen Nichterf\u00fcllung der Pflicht zum Abschluss einer \u00fcberobligatorischen Versicherung darstellen, die auf Art. 97 Abs. 1 OR beruht. Es entschied, dass das Urteil 4C.175\/2004 vom 31. August 2004 f\u00fcr die hier gestellte Frage nicht ausschlaggebend ist, da in diesem Urteil der Anspruch Lohncharakter hatte. Daher sei die zehnj\u00e4hrige Verj\u00e4hrungsfrist von Art. 127 OR anwendbar.<\/p>\n<p>Die Arbeitgeberin argumentiert, dass der Anspruch des Arbeitnehmers bez\u00fcglich der &#8222;Bel Etage&#8220;-Versicherung ein Lohnbestandteil sei, der nach f\u00fcnf Jahren (Art. 128 Ziff. 3 OR) und nicht nach zehn Jahren (Art. 127 OR) verj\u00e4hre und dass Anspr\u00fcche vor 2010 daher verj\u00e4hrt seien. Sie argumentiert damit, dass der Arbeitnehmer in seiner Eingabe vom 27. Mai 2016 darauf hingewiesen habe, dass <em>&#8222;die \u00fcberobligatorischen BVG-Versicherungen&#8220;<\/em> speziell f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte <em>&#8222;[&#8230;] ein echtes Verg\u00fctungselement [darstellen], das dem Arbeitnehmer angeboten wird&#8220;<\/em>.<\/p>\n<p>Der beschwerte Arbeitnehmer macht seinerseits geltend, Art. 128 Ziff. 3 OR sei eine Ausnahmebestimmung, die restriktiv anzuwenden sei und sich nur auf Forderungen beziehe, die das Merkmal aufweisen, Lohn zu sein. Dies sei bei seiner Schadenersatzforderung wegen Nichtabschlusses der \u00fcberobligatorischen Vorsorgeversicherung nicht der Fall, da sein Schaden darin bestehe, dass sein Vorsorgeguthaben nicht zu seinen Gunsten erh\u00f6ht worden sei; die berufliche Vorsorge sei keine Lohnforderung, da sie nicht darauf abziele, die vom Arbeitnehmer geleistete Arbeit zu entsch\u00e4digen, sondern ihm eine angemessene Altersvorsorge zu garantieren. Sie ist nicht mit einer Versicherung gegen Lohnausfall wegen Krankheit zu vergleichen, die den nach Art. 324a OR geschuldeten Lohn ersetze.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Bundesgericht: 5 Jahre Verj\u00e4hrungsfrist<\/h3>\n<p>Um zu bestimmen, welche Verj\u00e4hrungsfrist auf den Schadenersatzanspruch des Arbeitnehmers infolge der Verletzung der vertraglichen Pflicht des Arbeitgebers, zu seinen Gunsten eine \u00fcberobligatorische Vorsorgeversicherung abzuschliessen, anwendbar ist, m\u00fcsse man sich so das Bundesgericht auf die Art dieses Anspruchs st\u00fctzen.<\/p>\n<p>Der Lohn k\u00f6nne als &#8222;Hauptgegenleistung des Arbeitgebers f\u00fcr die Dienstleistung des Arbeitnehmers&#8220; definiert werden. Im Zusammenhang mit Art. 128 Ziff. 3 OR gelte es, den Lohnbegriff in einem weiten Sinne zu ber\u00fccksichtigen. Im Allgemeinen falle also jede Gegenleistung des Arbeitgebers f\u00fcr die Erbringung von Dienstleistungen durch den Arbeitnehmer unter diese Bestimmung.<\/p>\n<p>Die Vereinbarung, wonach sich ein Arbeitgeber verpflichte, den Arbeitnehmer in eine \u00fcberobligatorische Vorsorge einzubeziehen, sei somit als Lohnbestandteil im weiteren Sinne zu verstehen und unterliege der f\u00fcnfj\u00e4hrigen Verj\u00e4hrungsfrist von Art. 128 Ziff. 3 OR, da sie auf eine Verbesserung der Verm\u00f6genssituation des Arbeitnehmers als Gegenleistung f\u00fcr seine Dienste abzielt.<\/p>\n<p>Die Vorinstanz habe daher zu Unrecht die zehnj\u00e4hrige Verj\u00e4hrungsfrist von Art. 127 OR angewendet, nur weil es sich bei der Forderung des Arbeitnehmers um einen Schadenersatzanspruch handelt.<\/p>\n<p>Dazu das Bundesgericht w\u00f6rtlich:<\/p>\n<p><em>4.2. Conform\u00e9ment \u00e0 l&#8217;art. 127 CO, toutes les actions se prescrivent par dix ans, lorsque le droit civil f\u00e9d\u00e9ral n&#8217;en dispose pas autrement. Tel est notamment le cas de l&#8217;art. 128 ch. 3 CO, qui pr\u00e9voit un d\u00e9lai de prescription de cinq ans pour &#8220; les actions des travailleurs pour leurs services &#8220; (<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-78%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page78\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 147 III 78<\/a><\/em><em>. consid. 3).\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.2.1.\u00a0Selon la jurisprudence, le texte de l&#8217;art. 128 ch. 3 CO\u00a0relatif aux travailleurs a une formulation large (<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-78%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page78\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 147 III 78<\/a>\u00a0consid. 6.5;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-III-94%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page94\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">136 III 94<\/a>\u00a0consid. 4.1). Cette disposition ne distingue pas les diff\u00e9rents types de pr\u00e9tentions que pourrait faire valoir le travailleur sur la base de son contrat de travail et vise, comme dans sa version d&#8217;origine, \u00e0 favoriser la liquidation rapide des cr\u00e9ances en r\u00e9mun\u00e9ration des affaires courantes (<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-78%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page78\">ATF 147 III 78<\/a>\u00a0consid. 6.5-6.6 et les r\u00e9f\u00e9rences cit\u00e9es). \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>En tant que l&#8217;art. 128 CO constitue une exception \u00e0 l&#8217;art. 127 CO, il doit \u00eatre appliqu\u00e9 restrictivement (<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-78%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page78\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 147 III 78<\/a>\u00a0consid. 6.7 et la r\u00e9f\u00e9rence cit\u00e9e;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-III-120%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page120\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">123 III 120<\/a>\u00a0consid. 2a et les r\u00e9f\u00e9rences cit\u00e9es).\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Le Tribunal f\u00e9d\u00e9ral n&#8217;a pas encore eu l&#8217;occasion de se prononcer sur le d\u00e9lai de prescription applicable \u00e0 la pr\u00e9tention en dommages-int\u00e9r\u00eats pour violation de l&#8217;obligation contractuelle du contrat de travail de conclure une assurance de pr\u00e9voyance surobligatoire. Certes, dans une affaire dans laquelle l&#8217;employeuse n&#8217;avait pas pay\u00e9 les primes d&#8217;une assurance perte de gain pour cause de maladie, la Cour de c\u00e9ans a jug\u00e9 que la cr\u00e9ance en dommages-int\u00e9r\u00eats du travailleur, bien qu&#8217;elle d\u00e9coulait de la violation de l&#8217;obligation contractuelle d&#8217;assurer le travailleur (art. 97 CO), \u00e9tait soumise au d\u00e9lai de prescription quinquennal de l&#8217;art. 128 ch. 3 CO\u00a0(arr\u00eat 4C.175\/2004 pr\u00e9cit\u00e9 consid. 3). Il ne peut toutefois \u00eatre tir\u00e9 de conclusion d\u00e9finitive de cette jurisprudence pour le cas pr\u00e9sent d\u00e8s lors que, comme le rel\u00e8ve l&#8217;intim\u00e9, les indemnit\u00e9s journali\u00e8res remplacent le salaire d\u00fb conform\u00e9ment \u00e0 l&#8217;art. 324b al. 1 CO.\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.2.2.\u00a0La doctrine ne s&#8217;est pas non plus prononc\u00e9e sur cette question. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>De mani\u00e8re g\u00e9n\u00e9rale, la doctrine majoritaire distingue, en ce qui concerne les pr\u00e9tentions du travailleur, entre les cr\u00e9ances de salaire au sens large ou p\u00e9cuniaires, soumises au d\u00e9lai de prescription quinquennal de l&#8217;art. 128 ch. 3 CO, et les autres pr\u00e9tentions que pourrait faire valoir le travailleur sur la base de son contrat de travail, qui sont en g\u00e9n\u00e9ral sujettes au d\u00e9lai de prescription de dix ans pr\u00e9vu \u00e0 l&#8217;art. 127 CO (cf. toutefois l&#8217;art. 128a CO) (cf.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-78%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page78\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 147 III 78<\/a>consid. 6.5 et les r\u00e9f\u00e9rences cit\u00e9es).\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Selon cette distinction, sont entre autres vis\u00e9s par l&#8217;art. 128 ch. 3 CO\u00a0le salaire de base, le 13e salaire, la participation au r\u00e9sultat de l&#8217;exploitation, la provision, la gratification, le bonus, les cong\u00e9s et vacances, la r\u00e9tribution des heures suppl\u00e9mentaires et les allocations familiales <a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/arbeitsvertrag\/id\/9783727235108\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(BOHNET\/DIETSCHY, in Commentaire du contrat de travail, 2013, no 32 ad\u00a0art. 341 CO; ADRIAN STAEHELIN, Z\u00fcrcher Kommentar, 2014, no 19 ad\u00a0art. 341 CO; STREIFF\/VON KAENEL\/RUDOLPH, Arbeitsvertrag, 7e \u00e9d. 2012, no 8 ad\u00a0art. 341 CO; GIUSEPPE DONATIELLO, in Commentaire romand, 3e \u00e9d. 2021, no 25 ad\u00a0art. 341 CO; WYLER\/HEINZER, Droit du travail, 4e \u00e9d. 2019, p. 895; REHBINDER\/ST\u00d6CKLI, Berner Kommentar, 2014, no 30 ad\u00a0art. 341 CO\u00a0p. 508; J\u00dcRG BR\u00dcHWILER, Einzelarbeitsvertrag, 3e \u00e9d. 2014, no 10 ad\u00a0art. 341 CO; KILLIAS\/WIGET, in Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3e \u00e9d. 2016, no 12 ad\u00a0art. 128 CO; FRANK EMMEL, in Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3e \u00e9d. 2016, no 4 ad\u00a0art. 341 CO; ROBERT K. D\u00c4PPEN, in Kurzkommentar Obligationenrecht, 2014, no 14 ad\u00a0art. 128 CO; ROBERT K. D\u00c4PPEN, in Basler Kommentar, 7e \u00e9d. 2019, no 13 ad\u00a0art. 128 CO; PASCAL PICHONNAZ, in Commentaire romand, 3e \u00e9d. 2021, no 30 ad\u00a0art. 128 CO)<\/a>.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>La doctrine consid\u00e8re en revanche que sont, en principe, soumises \u00e0 la r\u00e8gle g\u00e9n\u00e9rale de l&#8217;art. 127 CO\u00a0les autres cr\u00e9ances d\u00e9coulant du contrat de travail, soit, d&#8217;une part, les pr\u00e9tentions de l&#8217;employeur et, d&#8217;autre part, celles du travailleur qui ne sont pas couvertes par l&#8217;art. 128 ch. 3 CO, soit notamment les pr\u00e9tentions en dommages-int\u00e9r\u00eats fond\u00e9es sur les art. 49 (tort moral), 328 (protection de la personnalit\u00e9 du travailleur), 336a (indemnit\u00e9 en cas de r\u00e9siliation abusive), 337b (r\u00e9siliation imm\u00e9diate justifi\u00e9e) ou 337c CO (r\u00e9siliation imm\u00e9diate injustifi\u00e9e) (<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/arbeitsvertrag\/id\/9783727235108\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BOHNET\/DIETSCHY, op. cit., no 33 ad\u00a0art. 341 CO; STAEHELIN, loc. cit.; STREIFF\/VON KAENEL\/RUDOLPH, loc. cit.; PORTMANN\/RUDOLPH, in Basler Kommentar, 7e \u00e9d. 2019, no 8 ad\u00a0art. 341 CO; REHBINDER\/ST\u00d6CKLI, op. cit., no 31 ad\u00a0art. 341 CO; BR\u00dcHWILER, loc. cit.; EMMEL, loc. cit.; DONATIELLO, op. cit., no 26 ad\u00a0art. 341 CO<\/a>).\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.2.3.\u00a0Pour d\u00e9terminer le d\u00e9lai de prescription applicable \u00e0 la pr\u00e9tention en dommages-int\u00e9r\u00eats du travailleur suite \u00e0 la violation, par l&#8217;employeur, de son obligation contractuelle de conclure en sa faveur une assurance de pr\u00e9voyance surobligatoire, il faut se baser sur la nature de cette pr\u00e9tention. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Le salaire peut \u00eatre d\u00e9fini comme la &#8220; contre-prestation principale de l&#8217;employeur \u00e0 la prestation de services du travailleur &#8220; (<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/arbeitsvertrag\/id\/9783727235108\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WYLER\/HEINZER, op. cit., p. 183<\/a>). Dans le contexte de l&#8217;art. 128 ch. 3 CO, il s&#8217;agit de tenir compte de la notion de salaire dans un sens large (cf.\u00a0supra\u00a0consid. 4.2.2 et les exemples donn\u00e9s par la doctrine). En r\u00e8gle g\u00e9n\u00e9rale, est donc vis\u00e9e par cette disposition toute contre-prestation de l&#8217;employeur \u00e0 la prestation de services du travailleur. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>En tant qu&#8217;elle vise \u00e0 am\u00e9liorer la situation patrimoniale du travailleur en \u00e9change de ses services, la convention selon laquelle un employeur s&#8217;engage \u00e0 mettre le travailleur au b\u00e9n\u00e9fice d&#8217;une pr\u00e9voyance surobligatoire doit ainsi \u00eatre comprise comme une composante du salaire au sens large; elle est d\u00e8s lors soumise au d\u00e9lai de prescription de cinq ans pr\u00e9vu \u00e0 l&#8217;art. 128 ch. 3 CO. C&#8217;est donc \u00e0 tort que l&#8217;autorit\u00e9 pr\u00e9c\u00e9dente a appliqu\u00e9 le d\u00e9lai de prescription d\u00e9cennal de l&#8217;art. 127 CO\u00a0au seul motif que la pr\u00e9tention du travailleur constitue une pr\u00e9tention en dommages-int\u00e9r\u00eats.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Weitere Beitr\u00e4ge zum Verj\u00e4hrungsrecht:<\/h4>\n<ul>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/01\/06\/verjaehrung-von-ferien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verj\u00e4hrung von Ferien<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/06\/02\/neues-verjaehrungsrecht-ab-1-januar-2020\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neues Verj\u00e4hrungsrecht ab 1. Januar 2020<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2015\/12\/03\/arbeitsrecht-und-verjaehrung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitsrecht und Verj\u00e4hrung<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/12\/11\/aspestansprueche-der-erben-auch-aus-arbeitsrecht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Asbestanspr\u00fcche der Erben (auch aus Arbeitsrecht)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/02\/11\/verjaehrung-von-spesen-und-auslagen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verj\u00e4hrung von Spesen und Auslagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2021\/01\/18\/verjaehrungfrist-fuer-zeugnisforderungen-10-jahre\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verj\u00e4hrungsfrist f\u00fcr Zeugnisforderungen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Autor:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/person\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nicolas Facincani<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Weitere umfassende Informationen zum Arbeitsrecht finden sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/boris-etter\/arbeitsvertrag\/id\/9783727235108\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In vom Bundesgericht in BGer 4A_402\/2021 vom 14. M\u00e4rz 2022 hatte sich das Bundesgericht insbesondere mit der Frage der Verj\u00e4hrung von Forderungen auseinanderzusetzen, insbesondere wann gewisse Schadenersatzforderungen verj\u00e4hren w\u00fcrden. &nbsp; Verj\u00e4hrung von Forderungen des Arbeitgebers Die Verj\u00e4hrungsfrist nach Obligationenrecht betr\u00e4gt grunds\u00e4tzlich 10 Jahre. Dieser Grundsatz gilt aber in seiner uneingeschr\u00e4nkten Form nur f\u00fcr Forderungen des [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1546,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3531","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3531"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3531\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3533,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3531\/revisions\/3533"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}