{"id":3676,"date":"2022-08-23T21:53:10","date_gmt":"2022-08-23T19:53:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/?p=3676"},"modified":"2022-08-23T21:53:10","modified_gmt":"2022-08-23T19:53:10","slug":"maximalpoenale-fuer-ceo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/08\/23\/maximalpoenale-fuer-ceo\/","title":{"rendered":"Maximalp\u00f6nale f\u00fcr CEO"},"content":{"rendered":"<p>Wird die K\u00fcndigung aus den folgenden Gr\u00fcnden ausgesprochen, ist sie missbr\u00e4uchlich (liegt eine missbr\u00e4uchliche Entlassung vor) \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob vom Arbeitgeber oder vom Arbeitnehmer ausgesprochen (Art. 336 OR):<\/p>\n<ul>\n<li>Pers\u00f6nliche Eigenschaft der von der K\u00fcndigung betroffenen Partei, ohne Zusammenhang mit dem Arbeitsverh\u00e4ltnis und ohne bedeutende Beeintr\u00e4chtigung des Arbeitsklimas (Art. 336 Abs. 1 lit. a OR), z.B. aufgrund des Geschlechts, Alter, Krankheiten etc.<\/li>\n<li>Aus\u00fcbung eines verfassungsm\u00e4ssigen Rechts der durch die K\u00fcndigung betroffenen Partei, ohne Verletzung einer Pflicht aus dem Arbeitsvertrag und ohne bedeutende Beeintr\u00e4chtigung des Arbeitsklimas (Art. 336 Abs. 1 lit. b OR), z.B. wegen Parteizugeh\u00f6rigkeit etc.<\/li>\n<li>Verhinderung der Geltendmachung von Anspr\u00fcchen aus dem Arbeitsvertrag durch die von der K\u00fcndigung betroffene Partei (Art. 336 Abs. 1 lit. c OR), z.B. wenn der Arbeitgeber verhindern will, dass gewisse Leistungen erbracht werden m\u00fcssen, auf die der Arbeitnehmer aufgrund des Dienstalters Anspruch h\u00e4tte etc.<\/li>\n<li>Geltendmachung von Anspr\u00fcchen aus dem Arbeitsvertrag durch die von der K\u00fcndigung betroffene Partei (Art. 336 Abs. 1 lit. d OR), wenn der Arbeitnehmer Leistungen aus \u00dcberstunden einfordert etc.<\/li>\n<li>Leistungen von schweizerischem obligatorischem Zivilschutz-, Milit\u00e4r- oder Schutzdienst oder \u00dcbernahme einer nicht freiwillig \u00fcbernommenen gesetzlichen Pflicht (Art. 336 Abs. 1 lit. e OR). Auch milit\u00e4rische Bef\u00f6rderungsdienste fallen darunter, wenn sie freiwillig angetreten werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In weiteren F\u00e4llen sieht das Gesetz die Missbr\u00e4uchlichkeit der K\u00fcndigung in gewissen F\u00e4llen durch den Arbeitgeber vor:<\/p>\n<ul>\n<li>Mitgliedschaft oder Nichtmitgliedschaft des Arbeitnehmers bei einer Gewerkschaft oder legale T\u00e4tigkeit bei einer Gewerkschaft (Art. 336 Abs. 2 lit. a OR)<\/li>\n<li>T\u00e4tigkeit des Arbeitnehmers als gew\u00e4hlter Arbeitnehmervertreter in einer betrieblichen oder einer dem Unternehmen angeschlossenen Vorsorgeeinrichtung (Art. 336 Abs. 2 lit. b OR)<\/li>\n<li>mangelnde oder zu kurzfristige Konsultierung der von einer Massenentlassung betroffenen Arbeitnehmer (Art. 336 Abs. 2 lit. c OR).<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Weitere, nicht in Art. 336 OR genannte Missbrauchstatbest\u00e4nde<\/h3>\n<p>Durch Art. 336 OR wird das Rechtsmissbrauchsverbot von Art. 2 Abs. 2 ZGB konkretisiert (BGE 134 III 108 E 7.1). Art. 336 ist daher nicht abschliessend. Somit fallen auch gegen das Rechtsmissbrauchsverbot fallende F\u00e4lle darunter, die eine mit den in Art. 336 OR genannten vergleichbare Schwere aufweisen (BGE 136 III E 2.3). Zu diesen weiteren Missbrauchst\u00e4tbest\u00e4nden siehe insbesondere: <strong><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/12\/der-arbeitgeber-war-schuld\/\">Der Arbeitgeber war schuld?<\/a>!<\/strong><\/p>\n<p>Auch die Art und Weise einer K\u00fcndigung kann diese missbr\u00e4uchlich machen, siehe hierzu insbesondere:\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/23\/missbraeuchliche-art-und-weise-der-kuendigung-entschaedigung-geschuldet\/\">Missbr\u00e4uchliche Art und Weise der K\u00fcndigung \u2013 Entsch\u00e4digung geschuldet!<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Sodann sind K\u00fcndigungen missbr\u00e4uchlich, die gegen das\u00a0<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2016\/12\/01\/ueberblick-ueber-das-gleichstellungsgesetz\/\">Gleichstellungsgesetz<\/a>\u00a0verstossen bzw. diskriminierend sind oder sog. Rachek\u00fcndigungen nach dem Gleichstellungsgesetz darstellen. Siehe hierzu insbesondere:\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2016\/12\/01\/ueberblick-ueber-das-gleichstellungsgesetz\/\">\u00dcberblick \u00fcber das Gleichstellungsgesetz<\/a><\/strong>\u00a0und\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/06\/anfechtung-der-kuendigung-wiedereinstellung\/\">Anfechtung der K\u00fcndigung \u2013 Wiedereinstellung<\/a><\/strong>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Chambre des prud&#8217;hommes de la Cour de Justice<\/h3>\n<p>Das Chambre des prud&#8217;hommes de la Cour de Justice hatte sich Entscheid <a href=\"https:\/\/justice.ge.ch\/apps\/decis\/fr\/caph\/show\/2989651\">CAPH\/67\/2022 <\/a>vom 9. Mai 2022mit dem Falle einer missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung eines CEO auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss diesem Entscheid verletzte die Arbeitgeberin ihre F\u00fcrsorgepflicht gegen\u00fcber dem CEO, indem sich der Verwaltungsrat immer wieder in die Angelegenheiten des CEO eingemischt hatte und diesen dadurch nicht die Funktion ausf\u00fchren liess, f\u00fcr welche er eingestellt worden war.<\/p>\n<p>Erw\u00e4hnenswert ist zudem, dass die Arbeitgeberin wegen der Missbr\u00e4uchlichkeit der von ihr letztlich ausgesprochenen K\u00fcndigung die h\u00f6chstm\u00f6gliche P\u00f6nale von sechs Monatsl\u00f6hnen bezahlen musste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Sachverhalt im Detail<\/h3>\n<p>Aus der gesamten Untersuchung des Verfahrens ging hervor, dass die st\u00e4ndige, bedr\u00fcckende und als unangemessen empfundene Anwesenheit des Verwaltungsrates H______ bereits vor dem Arbeitsantritt des CEO (=Arbeitnehmers) dessen vertragsgem\u00e4ssen Einsatz in der neuen Firma, f\u00fcr deren Aufbau und Leitung er und sein Team zust\u00e4ndig sein sollten, unm\u00f6glich machte.<\/p>\n<p>Der Arbeitnehmer, war nach einer jahrzehntelangen Karriere in hohen Positionen in dem betreffenden Gesch\u00e4ftsbereich als CEO eines neu zu gr\u00fcndenden Unternehmens eingestellt. Er kam mit einem zusammengestellten Team an, mit dem er zuvor erfolgreich und reibungslos gearbeitet hatte. Er hatte gem\u00e4ss Gericht einen Anspruch auf die Position des CEO um, die Struktur so zu organisieren, und die Prozesse zur Umsetzung seiner T\u00e4tigkeit in Gang zu setzen, ohne st\u00e4ndig von dem allgegenw\u00e4rtigen Verwaltungsrat zurechtgewiesen, widersprochen und beiseite geschoben zu werden.<\/p>\n<p>Im vorliegenden Fall f\u00fchrte sodann die wenig konstruktive Omnipr\u00e4senz des Verwaltungsrates zu dem Ergebnis, dass es dauerhaft unm\u00f6glich war, die Gesch\u00e4fte in ruhiger Weise zu f\u00fchren und das engagierte Team zu leiten. Sodann wurde der CEO nicht nur von bestimmten Sitzungen &#8211; zu Recht oder zu Unrecht &#8211; ausgeschlossen, sondern sogar sein B\u00fcro wurde ohne sein Wissen verlegt, obwohl er der CEO des Unternehmens war, was gem\u00e4ss Gericht als erniedrigend und infantilisierend erschien.<\/p>\n<p>Die Spannungen, die durch die st\u00e4ndigen Interaktionen des Verwaltungsrates mit seinem manchmal aggressiven und unangenehmen Ton induziert wurden, wurden von allen Teammitgliedern des CEO, die diesem gefolgt waren waren, von Anfang an und dann w\u00e4hrend der gesamten Zeit, in der der CEO aktiv war, wahrgenommen. Der CEO sehnte sich sodann nach einer Kl\u00e4rung der Verantwortlichkeiten zwischen dem CEO und dem Verwaltungsrat. Einige waren sogar davon \u00fcberzeugt, dass die Entfernung des CEOs bereits von Anfang an geplant war.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde, die f\u00fcr die Entlassung des CEOs vor angef\u00fchrt wurden, sind waren zudem nicht real. Bereits aus diesem Grund wurde die K\u00fcndigung als missbr\u00e4uchlich qualifiziert.<\/p>\n<p><em>4.3.1 En effet, transpire d&#8217;entr\u00e9e de cause de l&#8217;ensemble de l&#8217;instruction de la proc\u00e9dure que la pr\u00e9sence permanente, oppressante et per\u00e7ue comme inad\u00e9quate de l&#8217;administrateur H______ a rendu impossible, d\u00e8s avant-m\u00eame l&#8217;entr\u00e9e en fonction de l&#8217;appelant, son d\u00e9ploiement conforme au contrat au sein de la nouvelle soci\u00e9t\u00e9 dont lui et son \u00e9quipe devaient avoir la charge de la mise sur pied et de la conduite. L&#8217;appelant, en \u00e9tant engag\u00e9 comme directeur g\u00e9n\u00e9ral d&#8217;une soci\u00e9t\u00e9 en formation, apr\u00e8s une carri\u00e8re de plusieurs dizaines d&#8217;ann\u00e9es dans de hautes fonctions dans le domaine d&#8217;activit\u00e9 concern\u00e9, qui arrivait avec une \u00e9quipe constitu\u00e9e et avec laquelle il avait fonctionn\u00e9 avec succ\u00e8s et sans anicroche pr\u00e9c\u00e9demment, sans quoi les employ\u00e9s l&#8217;ayant suivi ne l&#8217;auraient pas fait, devait pouvoir pr\u00e9tendre prendre la place qu&#8217;il \u00e9tait pr\u00e9vu qu&#8217;il prenne, organiser la structure de mani\u00e8re \u00e0 la faire prosp\u00e9rer \u00e0 partir de rien et lancer les processus de mise en \u0153uvre de son activit\u00e9 sans \u00eatre constamment repris, contredit et \u00e9cart\u00e9 par l&#8217;administrateur omnipr\u00e9sent, pr\u00f4nant, d\u00e9tail piquant, sans cesse la transparence. Certes, l&#8217;on peut comprendre qu&#8217;au vu des investissements importants engag\u00e9s par F______, resp. le &#8222;Groupe B___\/C___\/G___\/I______&#8220;, dans la nouvelle structure, un contr\u00f4le de la mise en \u0153uvre de la marche des affaires de celle-ci devait \u00eatre op\u00e9r\u00e9 par l&#8217;administration. Certes, l&#8217;on peut m\u00eame comprendre qu&#8217;au d\u00e9but de ce processus ce contr\u00f4le soit plus stricte et la collaboration entre l&#8217;administration et la direction plus \u00e9troite. Il n&#8217;en demeure pas moins que, dans le cas o\u00f9 il a \u00e9t\u00e9 fait le choix de d\u00e9l\u00e9guer la gestion \u00e0 un directeur g\u00e9n\u00e9ral (cf. art. 716 al.2 et 716b al.1 i.f. CO), celui-ci devait pouvoir exercer ses pr\u00e9rogatives.<\/em><\/p>\n<p><em>En l&#8217;esp\u00e8ce, l&#8217;omnipr\u00e9sence peu constructive de l&#8217;administrateur H______ dans la marche des affaires et \u00e0 tout bout de champ, ne relevait plus du contr\u00f4le mais de la substitution incompatible avec les termes du contrat, avec comme r\u00e9sultat l&#8217;impossibilit\u00e9 permanente de g\u00e9rer de mani\u00e8re sereine les affaires et de conduire l&#8217;\u00e9quipe d\u00e9di\u00e9e. Les pi\u00e8ces produites et les enqu\u00eates ont permis d\u2019\u00e9tablir en outre que l&#8217;appelant a non seulement \u00e9t\u00e9 \u00e9cart\u00e9 de certaines r\u00e9unions \u2013 \u00e0 tort ou \u00e0 raison \u2013 mais m\u00eame que son bureau a \u00e9t\u00e9 d\u00e9plac\u00e9 sans qu\u2019il n\u2019en soit averti, alors qu\u2019il \u00e9tait le CEO de l&#8217;entreprise, ce qui apparait comme humiliant et infantilisant.<\/em><\/p>\n<p><em>Les tensions induites par les interactions permanentes, au ton parfois agressif et d\u00e9plaisant, de l&#8217;administrateur H______ ont \u00e9t\u00e9 per\u00e7ues par tous les membres de l&#8217;\u00e9quipe de l&#8217;appelant ayant rejoint la soci\u00e9t\u00e9 d\u00e8s le d\u00e9part, puis tout au long de la p\u00e9riode d&#8217;activit\u00e9 de l&#8217;appelant, les uns et les autres s&#8217;\u00e9tonnant de l&#8217;absence de celui-ci \u00e0 l&#8217;une ou l&#8217;autre r\u00e9union, constatant qu&#8217;il ne pouvait y avoir deux patrons, souhaitant que les interf\u00e9rences du conseil d&#8217;administration soient limit\u00e9es, aspirant \u00e0 ce que les responsabilit\u00e9s entre le CEO et l&#8217;administration soient clarifi\u00e9es. D&#8217;aucuns se sont m\u00eame dit convaincus que la mise \u00e0 l&#8217;\u00e9cart de l&#8217;appelant \u00e9tait d\u00e9j\u00e0 pr\u00e9vue ab initio<\/em><\/p>\n<p><em>4.3.2 Dans son courrier de licenciement du 7 juin 2019, l&#8217;intim\u00e9e a invoqu\u00e9 comme motifs de cong\u00e9 le fait que le demandeur pr\u00e9tendait pouvoir g\u00e9rer la soci\u00e9t\u00e9 sans tenir compte des int\u00e9r\u00eats et attentes l\u00e9gitimes du conseil d\u2019administration et de l\u2019actionnaire majoritaire, qu\u2019il avait refus\u00e9 de prendre deux semaines de cong\u00e9 afin de tenter de trouver sereinement une issue \u00e0 cette situation et que la confiance qui \u00e9tait n\u00e9cessaire \u00e0 l\u2019\u00e9gard d\u2019un CEO d\u2019une soci\u00e9t\u00e9 active dans le commerce international faisait d\u00e9faut et ne lui permettait plus de le maintenir dans cette fonction.<\/em><\/p>\n<p><em>La Cour retient d&#8217;une part, que rien dans la proc\u00e9dure, si ce n&#8217;est les assertions du bin\u00f4me H______-F______, ne permet de savoir en quoi les &#8222;attentes l\u00e9gitimes&#8220;, pour autant qu&#8217;elles puissent \u00eatre d\u00e9termin\u00e9es pr\u00e9cis\u00e9ment, du conseil d&#8217;administration, se r\u00e9sumant au seul H______, et de l&#8217;actionnaire majoritaire auraient \u00e9t\u00e9 mises en p\u00e9ril par les agissements (lesquels ?) de l&#8217;appelant. Le dossier enseigne certes, que si le business plan pr\u00e9sent\u00e9 par l&#8217;appelant (et par ailleurs qualifi\u00e9 de &#8222;tr\u00e8s attrayant&#8220; par l&#8217;administrateur) \u00e9tait ambitieux, voire pour partie irr\u00e9aliste, d&#8217;une part les animateurs de l&#8217;intim\u00e9e, hommes d&#8217;affaires exp\u00e9riment\u00e9s dans le domaine du n\u00e9goce de grain notamment, ont accept\u00e9 de se lancer dans la cr\u00e9ation de la nouvelle structure apr\u00e8s analyse et sur cette base, et d&#8217;autre part, l&#8217;appelant ne s&#8217;est pas vu octroyer ni le temps, ni le cadre et la s\u00e9r\u00e9nit\u00e9 n\u00e9cessaires pour remplir les objectifs vis\u00e9s. L&#8217;entrave r\u00e9guli\u00e8re \u00e0 son action et les reproches permanents d\u00e8s avant son entr\u00e9e en fonction, et pour parties pour des broutilles ou pour des questions relevant pr\u00e9cis\u00e9ment de la comp\u00e9tence de la direction, ne lui ont pas permis d&#8217;agir compl\u00e8tement dans l&#8217;int\u00e9r\u00eat de la soci\u00e9t\u00e9. En outre, lui reprocher une communication non transparente, alors qu&#8217;on l&#8217;\u00e9vin\u00e7ait sans l&#8217;en informer de r\u00e9unions et d&#8217;\u00e9changes de conversations, rel\u00e8ve de la mauvaise foi.<\/em><\/p>\n<p><em>Pour le surplus, il est pour le moins singulier qu&#8217;\u00e0 titre de motif du cong\u00e9, l&#8217;intim\u00e9e n&#8217;ait rien trouv\u00e9 de mieux que de reprocher \u00e0 son CEO le fait de ne pas avoir pris deux semaine de vacances &#8222;pour tenter de trouver sereinement une issue&#8220;. Comme rappel\u00e9 plus haut, l&#8217;employeur ne saurait se pr\u00e9valoir de causes qu&#8217;il a lui-m\u00eame cr\u00e9\u00e9es pour donner le cong\u00e9, sous peine de contrevenir aux r\u00e8gles de la bonne foi. Or, on l&#8217;a vu, le conflit \u00e0 la base de la probl\u00e9matique est essentiellement d\u00fb aux interf\u00e9rences de l&#8217;administrateur de l&#8217;intim\u00e9e et l&#8217;on voit mal comme l&#8217;appelant aurait pu, en \u00e9tant absent durant 15 jours, &#8222;trouver sereinement une issue&#8220;, ce d&#8217;autant que, pr\u00e9cis\u00e9ment, il avait d&#8217;ores et d\u00e9j\u00e0 constat\u00e9 \u00eatre mis \u00e0 l&#8217;\u00e9cart de r\u00e9unions physiques ou d&#8217;\u00e9changes de correspondances n\u00e9cessaires \u00e0 son action. Quoiqu&#8217;il en soit, on ne voit pas tr\u00e8s bien comment le fait qu&#8217;un directeur g\u00e9n\u00e9ral ne se plie pas \u00e0 un calendrier de vacances que lui imposerait le conseil d&#8217;administration puisse \u00eatre consid\u00e9r\u00e9 comme une motif valable de cong\u00e9.<\/em><\/p>\n<p><em>Il en d\u00e9coule que les motifs invoqu\u00e9s \u00e0 l&#8217;appui du licenciement de l&#8217;appelant avant le terme de son contrat ne sont pas r\u00e9els et ne sont pas conforme \u00e0 la bonne foi. D\u00e8s lors, de ce fait d\u00e9j\u00e0, le cong\u00e9 doit \u00eatre qualifi\u00e9 d&#8217;abusif.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Zum Beweis der Missbr\u00e4uchlichkeit<\/h3>\n<p>Grunds\u00e4tzlich hat derjenige, welcher die Missbr\u00e4uchlichkeit der K\u00fcndigung behauptet und aus ihr Rechte ableitet, diese zu Beweisen. Das Gericht hielt aber erneut fest:<\/p>\n<p>Da der Beweis der Missbr\u00e4uchlichkeit jedoch h\u00e4ufig subjektive Elemente zum Gegenstand hat, kann das Gericht in der Tat von einer missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung ausgehen, wenn es dem Arbeitnehmer gelingt, ausreichende Indizien vorzulegen, die den vom Arbeitgeber vorgebrachten Grund als fiktiv erscheinen lassen und den missbr\u00e4uchlichen Grund plausibler machen.<\/p>\n<p><em>4.2 La preuve du caract\u00e8re abusif du cong\u00e9 incombe \u00e0 la partie \u00e0 laquelle celui-ci est signifi\u00e9 (art.\u00a08\u00a0CC\u00a0; ATF\u00a0130\u00a0III\u00a0699 consid. 4.1\u00a0; arr\u00eat du Tribunal f\u00e9d\u00e9ral <a href=\"https:\/\/justice.ge.ch\/apps\/decis\/fr\/decis\/search?query=4A_240\/2017\">4A_240\/2017<\/a> consid. 3). Cependant, la preuve ayant souvent pour objet des \u00e9l\u00e9ments subjectifs, le juge peut pr\u00e9sumer en fait l\u2019existence d\u2019un cong\u00e9 abusif lorsque l\u2019employ\u00e9 parvient \u00e0 pr\u00e9senter des indices suffisants pour faire appara\u00eetre comme fictif le motif avanc\u00e9 par l\u2019employeur, et le motif abusif plus plausible. Cette pr\u00e9somption de fait n\u2019a cependant pas pour effet de renverser le fardeau de la preuve. La partie demanderesse doit all\u00e9guer et offrir un commencement de preuve d\u2019un motif abusif de cong\u00e9. De son c\u00f4t\u00e9, l\u2019employeur ne saurait alors demeurer inactif\u00a0; il n&#8217;a pas d&#8217;autre issue que de fournir des preuves \u00e0 l&#8217;appui de ses propres all\u00e9gations quant au motif du cong\u00e9 (ATF\u00a0130\u00a0III\u00a0699 consid.\u00a04.1\u00a0; arr\u00eat du Tribunal f\u00e9d\u00e9ral <a href=\"https:\/\/justice.ge.ch\/apps\/decis\/fr\/decis\/search?query=4A_437\/2015\">4A_437\/2015<\/a> consid.\u00a02.2.5\u00a0; Dunand, op.cit., n.\u00a017 ad art.\u00a0336 CO).<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>H\u00f6he der Entsch\u00e4digung gem\u00e4ss Art. 336a OR<\/h3>\n<p>Die Entsch\u00e4digung gem\u00e4ss Art. 336a OR im Falle einer missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung dient einerseits der Bestrafung, andererseits der Wiedergutmachung f\u00fcr den gek\u00fcndigten Arbeitnehmer und darf 6 Monatsl\u00f6hne nicht \u00fcbersteigen. Die folgenden Faktoren sind etwa bei der Bemessung zu ber\u00fccksichtigten (siehe auch CHK-Emmel, Art. 336a OR):<\/p>\n<ul>\n<li>Schwere des Verschuldens des Arbeitgebers<\/li>\n<li>Mitverschulden des Arbeitnehmers<\/li>\n<li>Intensit\u00e4t des Eingriffs in die Pers\u00f6nlichkeit<\/li>\n<li>Arbeitsvertragliche Bindung (Dauer und Enge)<\/li>\n<li>Soziale und wirtschaftliche Situation der Parteien<\/li>\n<li>Wirtschaftliche Folgen<\/li>\n<li>Alter des Arbeitnehmers<\/li>\n<li>m\u00f6gliche Probleme bei Wiedereingliederung<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Weitere Beitr\u00e4ge zur missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung (Auswahl):<\/h4>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/10\/31\/die-missbraeuchliche-entlassung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die missbr\u00e4uchliche Entlassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/11\/01\/missbraeuchliche-kuendigung-einer-krankenschwester\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H\u00f6he der Entsch\u00e4digung bei missbr\u00e4uchlicher K\u00fcndigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/07\/31\/geltendmachung-einer-missbraeuchlichen-kuendigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geltendmachung einer missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigun<\/a>g<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/23\/missbraeuchliche-art-und-weise-der-kuendigung-entschaedigung-geschuldet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche Art und Weise der K\u00fcndigung \u2013 Entsch\u00e4digung geschuldet!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/12\/04\/missbraeuchliche-entlassung-einer-arbeitnehmervertreterin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche Entlassung einer Arbeitnehmervertreterin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/12\/der-arbeitgeber-war-schuld\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Arbeitgeber war schuld?!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/06\/anfechtung-der-kuendigung-wiedereinstellung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anfechtung der K\u00fcndigung \u2013 Wiedereinstellun<\/a>g<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/28\/kuendigung-nach-verletzung-der-fuersorgepflicht-missbraeuchlich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcndigung nach Verletzung der F\u00fcrsorgepflicht \u2013 Missbr\u00e4uchlich!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/07\/26\/arbeitgeberkuendigung-erhoehte-fuersorgepflicht-bei-aelteren-arbeitnehmern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitgeberk\u00fcndigung \u2013 Erh\u00f6hte F\u00fcrsorgepflicht bei \u00e4lteren Arbeitnehmern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/09\/28\/missbraeuchliche-kuendigung-wegen-elektromagnetischer-felder\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigung wegen elektromagnetischer Felder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/03\/07\/missbraeuchliche-kuendigung-nach-schlaegerei\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigung nach Schl\u00e4gerei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/01\/02\/missbraeuchliche-entlassung-eines-militaerarztes\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche Entlassung eines Milit\u00e4rarztes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/10\/07\/kuendigung-wegen-vertrauensverlust-nach-sexueller-affaere\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcndigung wegen Vertrauensverlust nach sexueller Aff\u00e4re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/08\/13\/diskriminierung-bei-der-anstellung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diskriminierung bei der Anstellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/08\/04\/definition-von-mobbing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Definition von Mobbing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/04\/19\/aenderungskuendigungen-in-der-telekommunikationsbranche\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00c4nderungsk\u00fcndigungen bei Telekommunikations-Unternehmen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/03\/20\/post\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Massenentlassungen \u2013 die Grundlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2017\/01\/01\/gekuendigt-was-kann-man-da-machen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gek\u00fcndigt? was kann man machen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/05\/11\/schadenersatz-bei-missbraeuchlicher-kuendigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schadenersatz bei missbr\u00e4uchlicher K\u00fcndigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/07\/28\/keine-missbraeuchliche-kuendigung-bei-nicht-zufriedenstellender-leistung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Keine missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigung bei mangelhafter Leistung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/08\/05\/verpasste-fristen-bei-der-missbraeuchlichen-kuendigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verpasste Fristen bei der missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/02\/02\/beruecksichtigung-der-anstellungsdauer-bei-poenalzahlung-art-336a-or\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ber\u00fccksichtigung der Anstellungsdauer bei P\u00f6nalzahlung (Art. 336a OR)?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2021\/04\/21\/klage-auf-feststellung-der-missbraeuchlichkeit-einer-kuendigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klage auf Feststellung der Missbr\u00e4uchlichkeit einer K\u00fcndigung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Autor:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/person\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nicolas Facincani<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Weitere umfassende Informationen zum Arbeitsrecht finden sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/boris-etter\/arbeitsvertrag\/id\/9783727235108\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wird die K\u00fcndigung aus den folgenden Gr\u00fcnden ausgesprochen, ist sie missbr\u00e4uchlich (liegt eine missbr\u00e4uchliche Entlassung vor) \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob vom Arbeitgeber oder vom Arbeitnehmer ausgesprochen (Art. 336 OR): Pers\u00f6nliche Eigenschaft der von der K\u00fcndigung betroffenen Partei, ohne Zusammenhang mit dem Arbeitsverh\u00e4ltnis und ohne bedeutende Beeintr\u00e4chtigung des Arbeitsklimas (Art. 336 Abs. 1 lit. a OR), [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1620,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3676","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3676"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3676\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3677,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3676\/revisions\/3677"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1620"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}