{"id":3924,"date":"2023-03-24T21:07:50","date_gmt":"2023-03-24T20:07:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/?p=3924"},"modified":"2023-03-24T21:07:50","modified_gmt":"2023-03-24T20:07:50","slug":"strittige-poenalentschaedigung-art-336a-or","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2023\/03\/24\/strittige-poenalentschaedigung-art-336a-or\/","title":{"rendered":"Strittige P\u00f6nalentsch\u00e4digung (Art. 336a OR)"},"content":{"rendered":"<p>In einem Entscheid, wo das Vorliegen einer missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung bejahrt wurde, hatte sich das Bundesgericht unter anderem mit Festsetzung der H\u00f6he der Entsch\u00e4digung auseinanderzusetzen (<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?highlight_docid=aza:\/\/23-02-2023-4A_259-2022&amp;lang=de&amp;zoom=&amp;type=show_document\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BGer 4A_259\/2023 vom 23. Februar 2023<\/a>). Dem Entscheid lag folgender Sachverhalt zugrunde (siehe zum Sachverhalt auch <a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/08\/23\/maximalpoenale-fuer-ceo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Maximalp\u00f6nale f\u00fcr CEO<\/a>):<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>K\u00fcndigungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<p>In ihrem K\u00fcndigungsschreiben berief sich die Arbeitgeberin darauf, dass der Arbeitnehmer (der CEO) behauptete, das Unternehmen ohne R\u00fccksicht auf die berechtigten Interessen und Erwartungen des Verwaltungsrats und des Mehrheitsaktion\u00e4rs f\u00fchren zu k\u00f6nnen, dass er sich geweigert habe, zwei Wochen Urlaub zu nehmen, um zu versuchen, in Ruhe einen Ausweg aus der konfliktbeladenen Situation zu finden, und dass das notwendige Vertrauen in einen CEO es ihr nicht mehr erlaube, ihn in dieser Funktion weiter zu besch\u00e4ftigen (siehe zum Sachverhalt auch <a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/08\/23\/maximalpoenale-fuer-ceo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Maximalp\u00f6nale f\u00fcr CEO<\/a>).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kantonale Vorinstanz<\/h3>\n<p>Die kantonale Vorinstanz best\u00e4tigte das Vorliegen einer missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung (<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/08\/23\/maximalpoenale-fuer-ceo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">arr\u00eat rendu le 9 mai 2022 par la Chambre des prud&#8217;hommes de la Cour de justice du canton de Gen\u00e8ve (C\/16825\/2019-3, CAPH\/67\/2022)<\/a>).<\/p>\n<p>Das kantonale Gericht stellte zun\u00e4chst fest, dass der Arbeitnehmer, der nach einer langen Karriere in diesem T\u00e4tigkeitsbereich als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gesellschaft eingestellt worden war und mit dem Team von Angestellten kam, mit denen er bei seinem vorherigen Arbeitgeber erfolgreich gearbeitet hatte, unter der wenig konstruktiven und permanenten Allgegenwart des Verwaltungsrates gelitten hatte, so dass es ihm unm\u00f6glich war, die Gesch\u00e4fte in Ruhe zu f\u00fchren und sein Team zu leiten; er sei auch von bestimmten Sitzungen ausgeschlossen worden, was als dem\u00fctigend und infantilisierend erschien. Die durch das Verhalten des Verwaltungsrates verursachten Spannungen seien von allen Teammitgliedern wahrgenommen worden.<\/p>\n<p>Das Gericht stellte daher fest, dass die Gr\u00fcnde, die die Arbeitgeberin in der K\u00fcndigung anf\u00fchrte, nicht real waren und auch treuwidrig seien. Es konnte nicht feststellen, inwiefern die &#8222;legitimen Erwartungen&#8220; des Verwaltungsrates durch den Arbeitnehmer h\u00e4tten gef\u00e4hrdet werden k\u00f6nnen. Dem Arbeitnehmer sei weder die Zeit, noch der Rahmen und die Ruhe gew\u00e4hrt worden, die er gebraucht h\u00e4tte, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Und da er von den Sitzungen ausgeschlossen worden sei, k\u00f6nne die Arbeitgeberin ihm keine intransparente Kommunikation vorwerfen.<\/p>\n<p>Im \u00dcbrigen habe die Arbeitgeberin dem Arbeitnehmer vorgeworfen, dass er nicht zwei Wochen Ferien genommen habe, um zu versuchen, eine L\u00f6sung f\u00fcr den Konflikt zwischen ihm und dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Arbeitgeberin zu finden, obwohl die Arbeitgeberin selbst die Wurzel dieses Konflikts gewesen sei.<\/p>\n<p>Das kantonale Gericht befand weiter, dass die Arbeitgeberin die Pers\u00f6nlichkeitsrechte des Arbeitnehmers verletzt hatte, indem sie ihm nicht erlaubte, die Funktion auszu\u00fcben, f\u00fcr die er eingestellt worden sei, indem sie nicht die notwendigen Schritte unternahm, um diese Unm\u00f6glichkeit zu beenden, und indem sie keine wirklich konstruktiven Schritte unternahm, um die Einmischung des Verwaltungsrates in den operativen Betrieb des Unternehmens und in dessen Funktionsweise zu beenden, um eine echte L\u00f6sung f\u00fcr den bestehenden zwischenmenschlichen Streit zu finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Entscheid des Bundesgerichts<\/h3>\n<p>Das Bundesgericht best\u00e4tigte das Vorliegen einer missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung.<\/p>\n<p>Das kantonale Gericht, das gleichzeitig feststellte, dass der vom Arbeitgeber vorgebrachte Grund unwahr war, dass er aufgrund einer Verletzung der Pers\u00f6nlichkeitsrechte des Arbeitnehmers im Zusammenhang mit der K\u00fcndigung missbr\u00e4uchlich war und dass die Arbeitgeberin nichts unternommen hatte, um die im Unternehmen herrschende Konfliktsituation zu verbessern, bevor sie den Arbeitnehmer k\u00fcndigte, habe Art. 336 OR korrekt angewendet.<\/p>\n<p><em>Par cons\u00e9quent, la cour cantonale, retenant tout \u00e0 la fois que le motif avanc\u00e9 par l&#8217;employeur \u00e9tait mensonger, qu&#8217;il \u00e9tait abusif en raison d&#8217;une violation des droits de la personnalit\u00e9 du travailleur en lien avec la r\u00e9siliation, et que l&#8217;employeuse n&#8217;avait rien entrepris pour am\u00e9liorer la situation conflictuelle qui r\u00e9gnait dans l&#8217;entreprise avant de licencier le travailleur, a correctement appliqu\u00e9 l&#8217;art. 336 CO\u00a0en concluant \u00e0 l&#8217;existence d&#8217;un licenciement abusif.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die H\u00f6he der P\u00f6nalentsch\u00e4digung<\/h3>\n<p>Vor Bundesgericht war auch die H\u00f6he der P\u00f6nalentsch\u00e4digung strittig. Die Entsch\u00e4digung gem\u00e4ss Art. 336a OR im Falle einer missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung dient einerseits der Bestrafung, andererseits der Wiedergutmachung f\u00fcr den gek\u00fcndigten Arbeitnehmer und darf 6 Monatsl\u00f6hne nicht \u00fcbersteigen. Die folgenden Faktoren sind etwa bei der Bemessung zu ber\u00fccksichtigten (siehe auch CHK-Emmel, Art. 336a OR):<\/p>\n<ul>\n<li>Schwere des Verschuldens des Arbeitgebers<\/li>\n<li>Mitverschulden des Arbeitnehmers<\/li>\n<li>Intensit\u00e4t des Eingriffs in die Pers\u00f6nlichkeit<\/li>\n<li>Arbeitsvertragliche Bindung (Dauer und Enge)<\/li>\n<li>Soziale und wirtschaftliche Situation der Parteien<\/li>\n<li>Wirtschaftliche Folgen<\/li>\n<li>Alter des Arbeitnehmers<\/li>\n<li>m\u00f6gliche Probleme bei Wiedereingliederung<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Begr\u00fcndung Arbeitgeberin<\/h4>\n<p>Die Arbeitgeberin berief sich in ihrer Kritik auf zwei Gerichtsentscheid, einer im Kanton Genf, in dem das Gericht einer Arbeitnehmerin, die Opfer von Mobbing durch ihren Vorgesetzten geworden war, der sie bestraft hatte, indem er sie in einem kleinen Raum isolierte und sie ohne Atemschutz mit giftigen Produkten arbeiten liess, eine Entsch\u00e4digung wegen missbr\u00e4uchlicher K\u00fcndigung in H\u00f6he von sechs Monatsgeh\u00e4ltern zuerkannte. Der andere Fall stammte vom Waadtl\u00e4nder Kantonsgericht und handelt von einem Arbeitnehmer, der von einem der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer seiner Arbeitgeberin gemobbt wurde, da diese nichts unternommen hatte, um der erlittenen Herabsetzung ein Ende zu setzen. In diesem letzten Fall hatte das Waadtl\u00e4nder Kantonsgericht die Entsch\u00e4digung von sechs auf vier Monatsl\u00f6hne reduziert.<\/p>\n<p>Die Arbeitgeberin argumentierte, dass das kantonale Gericht sie angesichts dieser kantonalen Rechtsprechung zur Zahlung einer Entsch\u00e4digung von 6 Monatsl\u00f6hnen verurteilt habe, die in einem &#8222;eklatanten Gegensatz&#8220; zu dieser Rechtsprechung stehe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Das Bundesgericht wies die Beschwerde zur\u00fcck:<\/h4>\n<p><em>5.1.\u00a0La partie qui r\u00e9silie abusivement le contrat doit verser \u00e0 l&#8217;autre partie une indemnit\u00e9 (art. 336a al. 1 CO), qui ne peut d\u00e9passer l&#8217;\u00e9quivalent de six mois de salaire du travailleur; le tribunal fixe celle-ci en tenant compte de toutes les circonstances (art. 336a al. 2 CO). \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Le tribunal fixe l&#8217;indemnit\u00e9 en \u00e9quit\u00e9 (art. 4 CC;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-III-391%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page391\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 123 III 391<\/a>\u00a0consid. 3c). Il doit notamment tenir compte de la gravit\u00e9 de la faute de l&#8217;employeur, d&#8217;une \u00e9ventuelle faute concomitante du travailleur, de la mani\u00e8re dont s&#8217;est d\u00e9roul\u00e9e la r\u00e9siliation, de la gravit\u00e9 de l&#8217;atteinte \u00e0 la personnalit\u00e9 du travailleur licenci\u00e9, de la dur\u00e9e des rapports de travail, de leur \u00e9troitesse, des effets \u00e9conomiques du licenciement, de l&#8217;\u00e2ge du travailleur, d&#8217;\u00e9ventuelles difficult\u00e9s de r\u00e9insertion dans la vie \u00e9conomique et de la situation \u00e9conomique des parties (arr\u00eat 4A_401\/2016 du 13 janvier 2017 consid. 6.2.1;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-III-391%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page391\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 123 III 391<\/a>\u00a0consid. 3c;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-III-246%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page246\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">123 III 246<\/a>\u00a0consid. 6a;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-II-157%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page157\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">119 II 157<\/a>\u00a0consid. 2b).\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Le montant de l&#8217;indemnit\u00e9 est fix\u00e9 librement par le tribunal, en vertu d&#8217;un pouvoir d&#8217;appr\u00e9ciation que le Tribunal f\u00e9d\u00e9ral ne revoit qu&#8217;avec r\u00e9serve. L&#8217;autorit\u00e9 de c\u00e9ans n&#8217;intervient que si la d\u00e9cision s&#8217;\u00e9carte sans raison s\u00e9rieuse des r\u00e8gles \u00e9tablies par la doctrine et la jurisprudence en mati\u00e8re de libre appr\u00e9ciation, s&#8217;appuie sur des faits qui ne devaient jouer aucun r\u00f4le ou, au contraire, m\u00e9conna\u00eet des \u00e9l\u00e9ments qui auraient absolument d\u00fb \u00eatre pris en consid\u00e9ration, ou encore si elle aboutit \u00e0 un r\u00e9sultat manifestement injuste (<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-III-246%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page246\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 123 III 246<\/a>\u00a0consid. 6a; arr\u00eat pr\u00e9cit\u00e9 4A_401\/2016 consid. 6.2.2).\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>5.2.\u00a0La cour cantonale a consid\u00e9r\u00e9 que la faute de l&#8217;employeuse \u00e9tait grave. Elle a tenu compte des cons\u00e9quences, pour le travailleur, de son licenciement et a consid\u00e9r\u00e9 que l&#8217;annonce publique de celui-ci, qui avait fait l&#8217;objet d&#8217;une d\u00e9p\u00eache dans la presse sp\u00e9cialis\u00e9e, avait eu des r\u00e9percussions sur son avenir professionnel. De fait, le travailleur n&#8217;avait pas encore retrouv\u00e9 de travail 18 mois apr\u00e8s son licenciement. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>La cour cantonale a \u00e9galement tenu compte de la mani\u00e8re abrupte et inattendue du licenciement ainsi que de sa communication \u00e0 des tiers par voie de presse comme circonstances aggravantes. Elle a encore relev\u00e9 la mauvaise foi de l&#8217;employeuse.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Enfin la cour cantonale a tenu compte du fait que l&#8217;administrateur et l&#8217;actionnaire de l&#8217;employeuse \u00e9taient eux-m\u00eames all\u00e9s chercher le travailleur afin de l&#8217;engager avec toute l&#8217;\u00e9quipe dont il disposait aupr\u00e8s de son ancien employeur de mani\u00e8re \u00e0 pouvoir profiter de leurs comp\u00e9tences acquises pr\u00e9c\u00e9demment, tout en emp\u00eachant ensuite le travailleur de d\u00e9ployer pleinement ses comp\u00e9tences, et ce d\u00e8s son entr\u00e9e en fonction.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>5.3.\u00a0La recourante remet d&#8217;abord en question les faits retenus par la cour cantonale, alors qu&#8217;il n&#8217;a pas \u00e9t\u00e9 retenu que ceux-ci aient \u00e9t\u00e9 \u00e9tablis de mani\u00e8re arbitraire (cf. consid. 3). \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Au vu de la gravit\u00e9 des faits reproch\u00e9s \u00e0 l&#8217;employeuse, il appara\u00eet que l&#8217;octroi d&#8217;une indemnit\u00e9 \u00e9quivalant \u00e0 six mois de salaires pour un total de 250&#8217;000 fr., d\u00e9passe le nombre de mois de salaires octroy\u00e9s dans des affaires similaires ou m\u00eame dans des cas plus graves. Elle demeure dans la marge de manoeuvre de la cour cantonale et ne s&#8217;\u00e9carte pas des r\u00e8gles \u00e9tablies par la doctrine et la jurisprudence en mati\u00e8re de libre appr\u00e9ciation.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>La recourante ne reproche pas \u00e0 la cour cantonale d&#8217;avoir abus\u00e9 ou exc\u00e9d\u00e9 son pouvoir d&#8217;appr\u00e9ciation. Elle se contente de substituer son appr\u00e9ciation des faits \u00e0 ceux retenus par la cour cantonale, et pour le surplus, compare la situation du travailleur \u00e0 deux jurisprudences cantonales, sans d\u00e9montrer que l&#8217;appr\u00e9ciation de la cour cantonale s&#8217;\u00e9carterait sans raison s\u00e9rieuse des r\u00e8gles \u00e9tablies par la doctrine et la jurisprudence en mati\u00e8re de libre appr\u00e9ciation.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>M\u00eame si une indemnit\u00e9 \u00e9quivalant \u00e0 six mois de salaires para\u00eet particuli\u00e8rement \u00e9lev\u00e9e au vu des circonstances, le Tribunal f\u00e9d\u00e9ral ne peut revoir, faute de grief suffisamment motiv\u00e9 allant dans ce sens, l&#8217;appr\u00e9ciation de la cour cantonale.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Le grief de la violation de l&#8217;art. 336a CO\u00a0doit par cons\u00e9quent \u00eatre rejet\u00e9.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Weitere Beitr\u00e4ge zur missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung (Auswahl):<\/h4>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/10\/31\/die-missbraeuchliche-entlassung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die missbr\u00e4uchliche Entlassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/11\/01\/missbraeuchliche-kuendigung-einer-krankenschwester\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H\u00f6he der Entsch\u00e4digung bei missbr\u00e4uchlicher K\u00fcndigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/07\/31\/geltendmachung-einer-missbraeuchlichen-kuendigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geltendmachung einer missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigun<\/a>g<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/23\/missbraeuchliche-art-und-weise-der-kuendigung-entschaedigung-geschuldet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche Art und Weise der K\u00fcndigung \u2013 Entsch\u00e4digung geschuldet!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/12\/04\/missbraeuchliche-entlassung-einer-arbeitnehmervertreterin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche Entlassung einer Arbeitnehmervertreterin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/12\/der-arbeitgeber-war-schuld\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Arbeitgeber war schuld?!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/06\/anfechtung-der-kuendigung-wiedereinstellung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anfechtung der K\u00fcndigung \u2013 Wiedereinstellun<\/a>g<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/28\/kuendigung-nach-verletzung-der-fuersorgepflicht-missbraeuchlich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcndigung nach Verletzung der F\u00fcrsorgepflicht \u2013 Missbr\u00e4uchlich!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/07\/26\/arbeitgeberkuendigung-erhoehte-fuersorgepflicht-bei-aelteren-arbeitnehmern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitgeberk\u00fcndigung \u2013 Erh\u00f6hte F\u00fcrsorgepflicht bei \u00e4lteren Arbeitnehmern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/09\/28\/missbraeuchliche-kuendigung-wegen-elektromagnetischer-felder\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigung wegen elektromagnetischer Felder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/03\/07\/missbraeuchliche-kuendigung-nach-schlaegerei\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigung nach Schl\u00e4gerei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/01\/02\/missbraeuchliche-entlassung-eines-militaerarztes\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche Entlassung eines Milit\u00e4rarztes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/10\/07\/kuendigung-wegen-vertrauensverlust-nach-sexueller-affaere\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcndigung wegen Vertrauensverlust nach sexueller Aff\u00e4re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/08\/13\/diskriminierung-bei-der-anstellung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diskriminierung bei der Anstellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/08\/04\/definition-von-mobbing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Definition von Mobbing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/04\/19\/aenderungskuendigungen-in-der-telekommunikationsbranche\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00c4nderungsk\u00fcndigungen bei Telekommunikations-Unternehmen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/03\/20\/post\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Massenentlassungen \u2013 die Grundlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2017\/01\/01\/gekuendigt-was-kann-man-da-machen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gek\u00fcndigt? was kann man machen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/05\/11\/schadenersatz-bei-missbraeuchlicher-kuendigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schadenersatz bei missbr\u00e4uchlicher K\u00fcndigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/07\/28\/keine-missbraeuchliche-kuendigung-bei-nicht-zufriedenstellender-leistung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Keine missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigung bei mangelhafter Leistung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/08\/05\/verpasste-fristen-bei-der-missbraeuchlichen-kuendigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verpasste Fristen bei der missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/02\/02\/beruecksichtigung-der-anstellungsdauer-bei-poenalzahlung-art-336a-or\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ber\u00fccksichtigung der Anstellungsdauer bei P\u00f6nalzahlung (Art. 336a OR)?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2021\/04\/21\/klage-auf-feststellung-der-missbraeuchlichkeit-einer-kuendigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klage auf Feststellung der Missbr\u00e4uchlichkeit einer K\u00fcndigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/01\/04\/missbraeuchliche-kuendigungen-aufgrund-der-verletzung-des-gebotes-der-schonenden-rechtsausuebung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigung aufgrund der Verletzung des Gebotes der schonenden Rechtsaus\u00fcbung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/04\/23\/missbraeuchliche-kuendigung-nach-ablauf-der-probezeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigung nach Ablauf der Probezeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/06\/04\/entwicklungen-bei-der-alterskuendigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entwicklungen bei der Altersk\u00fcndigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2023\/01\/02\/kuendigung-trotz-zusage-der-weiterbeschaeftigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcndigung trotz Zusage der Weiterbesch\u00e4ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2023\/01\/03\/beweislast-bei-der-missbraeuchlichen-kuendigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beweislast bei der missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Autor:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/person\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nicolas Facincani<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Weitere umfassende Informationen zum Arbeitsrecht finden sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/boris-etter\/arbeitsvertrag\/id\/9783727235108\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Umfassende Informationen zum Gleichstellungsrecht finden sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/gleichstellungsgesetz-glg\/id\/9783727222047\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Entscheid, wo das Vorliegen einer missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung bejahrt wurde, hatte sich das Bundesgericht unter anderem mit Festsetzung der H\u00f6he der Entsch\u00e4digung auseinanderzusetzen (BGer 4A_259\/2023 vom 23. Februar 2023). Dem Entscheid lag folgender Sachverhalt zugrunde (siehe zum Sachverhalt auch Maximalp\u00f6nale f\u00fcr CEO): &nbsp; K\u00fcndigungsgr\u00fcnde In ihrem K\u00fcndigungsschreiben berief sich die Arbeitgeberin darauf, dass der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1225,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3924","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3924","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3924"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3924\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3925,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3924\/revisions\/3925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1225"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3924"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3924"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3924"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}