{"id":4201,"date":"2023-11-21T20:55:18","date_gmt":"2023-11-21T19:55:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/?p=4201"},"modified":"2023-11-21T20:55:18","modified_gmt":"2023-11-21T19:55:18","slug":"depression-infolge-mobbings-durch-den-chef","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2023\/11\/21\/depression-infolge-mobbings-durch-den-chef\/","title":{"rendered":"Depression infolge Mobbings durch den Chef"},"content":{"rendered":"<p>Grundlage der Pflichten der Arbeitgeber im Zusammenhang mit Mobbing ist die besondere\u00a0<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/10\/18\/verletzung-der-fuersorgepflicht\/\">F\u00fcrsorgepflicht<\/a>\u00a0des Arbeitgebers gem\u00e4ss Art. 328 OR. Art. 328 Abs. 1 OR h\u00e4lt fest, dass der Arbeitgeber die Pers\u00f6nlichkeit der Arbeitnehmer zu achten und zu sch\u00fctzen, auf dessen Gesundheit geb\u00fchrend R\u00fccksicht zu nehmen und f\u00fcr die Wahrung der Sittlichkeit zu sorgen hat. Der in Art. 328 OR erw\u00e4hnte Schutz der Pers\u00f6nlichkeit umfasst gem\u00e4ss Lehre und Rechtsprechung auch den Schutz vor dem Mobbing. Das Arbeitsgesetz (Art. 6) h\u00e4lt sodann fest, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, die erforderlichen Massnahmen zum Schutz der pers\u00f6nlichen Integrit\u00e4t der Arbeitnehmer vorzusehen.<\/p>\n<p>Zur gesetzlichen F\u00fcrsorgepflicht des Arbeitgebers geh\u00f6rt es daher, die Arbeitsstrukturen so zu gestalten, dass sich der Einzelne respektiert und wertgesch\u00e4tzt f\u00fchlen kann. Sodann muss der Arbeitgeber Massnahmen zur Unterst\u00fctzung von Betroffenen im Fall von auftretenden Problemen treffen.<\/p>\n<p>Dies kann er unter anderem durch interne oder externe Schlichtungsbem\u00fchungen, das Aufstellen von Verhaltensregeln, das Erteilen von Weisungen an den Mobbingt\u00e4ter, Versetzungen oder in besonderen Situationen durch das Aussprechen von K\u00fcndigungen tun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Rechtsanspr\u00fcche des Mobbingopfers<\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst stehen einem Mobbingopfer die allgemeinen Rechtsbehelfe aus Pers\u00f6nlichkeitsverletzung zu (Art. 28 ZGB). So kann insbesondere die Pers\u00f6nlichkeitsverletzung festgestellt und auf Unterlassung, Schadenersatz sowie in schweren F\u00e4llen auf Genugtuung geklagt werden. Im Allgemeinen macht es aber wenig Sinn, diese Rechtsbehelfe w\u00e4hrend eines laufenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses zu ergreifen.<\/p>\n<p>In schweren Mobbingf\u00e4llen kann die betreffende Person die Arbeit einstellen, ohne den\u00a0<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/09\/19\/streitwert-der-lohnklage\/\">Lohnanspruch<\/a>\u00a0zu verlieren. In Extremf\u00e4llen kann auch eine fristlose K\u00fcndigung seitens Arbeitnehmer gerechtfertigt sein. Im Normalfall werden sich Arbeitnehmer aber krankschreiben lassen<\/p>\n<p>Wird im Falle von Mobbing gleichzeitig gegen die Schutzpflichten des Arbeitsgesetzes verstossen, kann eine Anzeige beim zust\u00e4ndigen Arbeitsamt wegen Verstosses gegen das Arbeitsgesetz eine wirksame Alternative sein. Ebenso k\u00f6nnen in besonderen Situationen strafrechtliche Rechtsbehelfe beigezogen werden, sofern Straftatbest\u00e4nde erf\u00fcllt werden. Zu denken ist hier insbesondere an T\u00e4tlichkeiten und K\u00f6rperverletzungen, Ehrverletzungen oder sexuelle Bel\u00e4stigungen.<\/p>\n<p>K\u00fcndigungen durch den Arbeitgeber bei Mobbingsituation k\u00f6nnen unter gewissen Umst\u00e4nden\u00a0<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/07\/31\/geltendmachung-einer-missbraeuchlichen-kuendigung\/\">missbr\u00e4uchlich\u00a0<\/a>sein. So ist nach der j\u00fcngeren Rechtsprechung eine K\u00fcndigung dann missbr\u00e4uchlich, wenn ein Arbeitgeber in einer Konfliktsituation am Arbeitsplatz eine K\u00fcndigung ausspricht, ohne zuvor zumutbare Massnahmen zur Entsch\u00e4rfung der K\u00fcndigung getroffen zu haben \u2013 dabei ist insbesondere auch eine zu sp\u00e4t angesetzte Aussprache ungen\u00fcgend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/fr\/php\/aza\/http\/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2F19-03-2018-4D_72-2017&amp;lang=fr&amp;type=show_document&amp;zoom=YES&amp;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BGer 4D_72\/2017 vom 19.3.2018<\/a><\/h3>\n<p>In <a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/fr\/php\/aza\/http\/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2F19-03-2018-4D_72-2017&amp;lang=fr&amp;type=show_document&amp;zoom=YES&amp;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BGer 4D_72\/2017 vom 19.3.2018<\/a> hatte sich das Bundesgericht mit einem Mobbingvorwurf und nachfolgender Genugtuungsforderung der Arbeitnehmerin auseinanderzusetzen. Diesem lag der folgende Sachverhalt zugrunde:<\/p>\n<p>A, die Arbeitnehmerin war im April 2006 bei der Zahnarztpraxis B (Arbeitgeberin) als Zahnarztassistentin eingestellt worden. Ihr Vorgesetzter C, ein dort angestellter Zahnarzt, wurde immer j\u00e4hzorniger, was ab Herbst 2010 zu Personalabg\u00e4ngen f\u00fchrte.<\/p>\n<p>So k\u00fcndigten drei Arbeitnehmende wegen Krankheit aufgrund von Depressionen und der schlechten Arbeitsatmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Ein erneuter Wutausbruch von C f\u00fchrte im Oktober 2010 dazu, dass die damals schwangere A einen Arzt aufsuchte, der ebenfalls Depressionen beziehungsweise schwere depressive Episoden diagnostizierte. A war ab diesem Zeitpunkt zu 100 Prozent arbeitsunf\u00e4hig und k\u00fcndigte das Arbeitsverh\u00e4ltnis mit B nach der Geburt ihres Kindes per Ende Juli 2011.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Klage beim Bezirksgericht<\/h3>\n<p>Im August 2012 klagte A beim Bezirksgericht gegen B (d.h. gegen die Arbeitgeberin und nicht gegen den Vorgesetzten) und forderte wegen einer Pers\u00f6nlichkeitsverletzung eine Genugtuung in der H\u00f6he von 10000 Schweizer Franken. Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte A an, dass sie sich von C verfolgt gef\u00fchlt und im letzten Monat ihrer T\u00e4tigkeit auch Angst vor C gehabt habe. Das Bezirksgericht wies die Klage ab. A reichte beim Kantonsgericht Berufung ein, welches B zur Bezahlung einer Genugtuungssumme von 6000 Schweizer Franken verurteilte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Verfahren vor Bundesgericht<\/h3>\n<p>Dagegen machte B mit einer Beschwerde vor Bundesgericht geltend, dass die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz willk\u00fcrlich sei, da die Depressionen von A nicht auf den Arbeitsplatz, sondern auf die Schwangerschaft zur\u00fcckzuf\u00fchren gewesen seien.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss Bundesgericht m\u00fcsse das gesamte Verhalten von C gepr\u00fcft werden, um festzustellen, ob er A gemobbt habe. Eine Pers\u00f6nlichkeitsverletzung k\u00f6nne auch vorliegen, wenn sich Vorf\u00e4lle ereignen, die einzeln betrachtet noch akzeptabel sind, die sich jedoch w\u00e4hrend des Arbeitsverh\u00e4ltnisses anh\u00e4ufen oder steigern: etwa durch absch\u00e4tzige Bemerkungen \u00fcber den Gesundheitszustand oder das Gewicht oder Wutausbr\u00fcche \u00fcber die Geh\u00f6rprobleme von A. Der \u00e4rztlich festgestellte nat\u00fcrliche Kausalzusammenhang zwischen den Depressionen von A und den Problemen am Arbeitsplatz k\u00f6nne durch die Behauptung von B., die Depressionen seien auf die Schwangerschaft von A. zur\u00fcckzuf\u00fchren, nicht durchbrochen werden. Deshalb sei die von der Vorinstanz festgestellte Pers\u00f6nlichkeitsverletzung zu bejahen. Das Bundesgericht wies die Beschwerde ab.<\/p>\n<p><em>8.1.\u00a0En droit, la recourante d\u00e9nonce une application arbitraire de l&#8217;art. 328 CO. Les juges cantonaux auraient m\u00e9connu arbitrairement les notions de harc\u00e8lement sexuel et de mobbing. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>8.2.\u00a0L&#8217;art. 328 al. 1 CO\u00a0impose \u00e0 l&#8217;employeur de prot\u00e9ger et respecter, dans les rapports de travail, la personnalit\u00e9 du travailleur; il doit en particulier manifester les \u00e9gards voulus pour sa sant\u00e9, veiller au maintien de la moralit\u00e9 et veiller \u00e0 ce que les travailleurs ne soient pas harcel\u00e9s sexuellement. L&#8217;employ\u00e9 victime d&#8217;une atteinte \u00e0 sa personnalit\u00e9 contraire \u00e0 cette disposition peut pr\u00e9tendre \u00e0 une indemnit\u00e9 pour tort moral aux conditions fix\u00e9es par l&#8217;art. 49 al. 1 CO\u00a0(art. 97 al. 1 et 99 al. 3 CO); n&#8217;importe quelle atteinte l\u00e9g\u00e8re ne justifie pas une telle r\u00e9paration (<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/fr\/php\/aza\/http\/index.php?lang=fr&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-III-699%3Afr&amp;number_of_ranks=0#page699\">ATF 130 III 699<\/a>\u00a0consid. 5.1 p. 704;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/fr\/php\/aza\/http\/index.php?lang=fr&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-III-70%3Afr&amp;number_of_ranks=0#page70\">125 III 70<\/a>\u00a0consid. 3a p. 75). \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>La jurisprudence d\u00e9finit le harc\u00e8lement psychologique (mobbing) comme un encha\u00eenement de propos et\/ou d&#8217;agissements hostiles, r\u00e9p\u00e9t\u00e9s fr\u00e9quemment pendant une p\u00e9riode assez longue, par lesquels un ou plusieurs individus cherchent \u00e0 isoler, \u00e0 marginaliser, voire \u00e0 exclure une personne sur son lieu de travail. La victime est souvent plac\u00e9e dans une situation o\u00f9 chaque acte pris individuellement peut \u00eatre consid\u00e9r\u00e9 comme supportable alors que l&#8217;ensemble des agissements constitue une d\u00e9stabilisation de la personnalit\u00e9, pouss\u00e9e jusqu&#8217;\u00e0 l&#8217;\u00e9limination professionnelle de la personne vis\u00e9e. Il n&#8217;y a pas harc\u00e8lement psychologique du seul fait d&#8217;un conflit dans les relations professionnelles ou d&#8217;une mauvaise ambiance de travail, ou encore du fait qu&#8217;un sup\u00e9rieur hi\u00e9rarchique n&#8217;aurait pas toujours satisfait aux devoirs qui lui incombent \u00e0 l&#8217;\u00e9gard de ses collaborateurs (cf. entre autres arr\u00eat 4A_32\/2010 du 17 mai 2010 consid. 3.2 et les arr\u00eats cit\u00e9s).\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>8.3.\u00a0Sur la base des constatations relatives au comportement du dentiste (let. B.b.b\u00a0\u00a0supra), qui sont exemptes d&#8217;arbitraire et dont il ressort notamment que l&#8217;attitude a chang\u00e9 en 2010 bien avant le d\u00e9part de l&#8217;apprentie, le dentiste devenant de plus en plus exigeant et irascible, puis \u00abinfernal\u00bb apr\u00e8s le d\u00e9part de l&#8217;apprentie, les juges cantonaux pouvaient retenir sans arbitraire une violation de l&#8217;art. 328 CO. Il importe peu que le comportement du dentiste ne r\u00e9ponde pas en tous points \u00e0 la d\u00e9finition du harc\u00e8lement psychologique et qu&#8217;il n&#8217;ait pas n\u00e9cessairement cherch\u00e9 \u00e0 isoler et exclure l&#8217;employ\u00e9e en particulier. Le fait que le dentiste ait pu avoir une attitude tout aussi critiquable \u00e0 l&#8217;encontre d&#8217;autres collaboratrices n&#8217;est \u00e9videmment pas propre \u00e0 exclure une atteinte \u00e0 la personnalit\u00e9 de l&#8217;employ\u00e9e intim\u00e9e. En revanche, \u00e0 l&#8217;instar du mobbing, le comportement de l&#8217;administrateur de la recourante doit \u00eatre appr\u00e9ci\u00e9 dans son ensemble, de sorte que m\u00eame si chaque acte pris isol\u00e9ment peut appara\u00eetre tol\u00e9rable, et m\u00eame si les manquements ont \u00e9t\u00e9 crescendo au fil de la relation contractuelle, les juges cantonaux pouvaient conclure sans arbitraire que le comportement pris dans sa globalit\u00e9 portait atteinte \u00e0 la personnalit\u00e9 de l&#8217;employ\u00e9e. Dans ce contexte, peu importe que la demande inconvenante de masser la nuque et les \u00e9paules du dentiste r\u00e9ponde ou non \u00e0 la notion de harc\u00e8lement sexuel, qui ne para\u00eet pas avoir \u00e9t\u00e9 arbitrairement m\u00e9connue. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>9.1.\u00a0Enfin, l&#8217;autorit\u00e9 pr\u00e9c\u00e9dente aurait retenu arbitrairement un lien de causalit\u00e9 entre le comportement du dentiste et l&#8217;atteinte \u00e0 la sant\u00e9 de l&#8217;intim\u00e9e. Outre que la doctoresse Y.________ n&#8217;aurait pas \u00e9tabli un tel lien, la recourante fait remarquer que l&#8217;incapacit\u00e9 de travail et l&#8217;\u00e9pisode d\u00e9pressif de l&#8217;intim\u00e9e co\u00efncident avec sa grossesse. Elle conclut que les preuves administr\u00e9es ne permettaient pas de retenir un lien de causalit\u00e9 ad\u00e9quate, ni d&#8217;exclure l&#8217;interruption de ce lien en raison de l&#8217;\u00e9tat de grossesse qui rendait l&#8217;intim\u00e9e particuli\u00e8rement sensible. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>9.2.\u00a0Un fait est la cause naturelle d&#8217;un r\u00e9sultat dommageable s&#8217;il en constitue une des conditions\u00a0\u00a0sine qua non.\u00a0D\u00e9terminer l&#8217;existence d&#8217;un lien de causalit\u00e9 naturelle est une question de fait que le juge doit trancher selon le degr\u00e9 de vraisemblance pr\u00e9pond\u00e9rante (<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/fr\/php\/aza\/http\/index.php?lang=fr&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-462%3Afr&amp;number_of_ranks=0#page462\">ATF 133 III 462<\/a>\u00a0consid. 4.4.2 p. 470). Rel\u00e8ve en revanche du droit l&#8217;examen de la causalit\u00e9 ad\u00e9quate, qui consiste \u00e0 d\u00e9terminer si le comportement incrimin\u00e9 \u00e9tait propre, d&#8217;apr\u00e8s le cours ordinaire des choses et l&#8217;exp\u00e9rience g\u00e9n\u00e9rale de la vie, \u00e0 entra\u00eener un r\u00e9sultat du genre de celui qui s&#8217;est produit (<a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/fr\/php\/aza\/http\/index.php?lang=fr&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-III-242%3Afr&amp;number_of_ranks=0#page242\">ATF 143 III 242<\/a>\u00a0consid. 3.7). \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>9.3.\u00a0La recourante ne remet pas en question le diagnostic d&#8217;\u00e9pisode d\u00e9pressif s\u00e9v\u00e8re, ni le fait que l&#8217;intim\u00e9e n&#8217;est pas une personne fragile, mais conteste que cette atteinte \u00e0 sa sant\u00e9 soit due au comportement du dentiste. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Selon l&#8217;arr\u00eat attaqu\u00e9, l&#8217;intim\u00e9e est apparue triste et angoiss\u00e9e \u00e0 la consultation de la doctoresse Y.________ le 7 octobre 2010; pour expliquer son \u00e9tat, elle a invoqu\u00e9 uniquement des probl\u00e8mes rencontr\u00e9s \u00e0 son travail, expliquant qu&#8217;elle se sentait pers\u00e9cut\u00e9e par le dentiste et avait peur en permanence depuis un mois. Par ailleurs, la lecture du certificat m\u00e9dical cosign\u00e9 par la doctoresse pr\u00e9cit\u00e9e et une cheffe de clinique r\u00e9v\u00e8le le diagnostic d&#8217;\u00ab\u00e9pisode d\u00e9pressif s\u00e9v\u00e8re\u00a0\u00a0secondaire \u00e0 des difficult\u00e9s professionnelles\u00a0\u00bb, sans occulter la grossesse de B.________ (\u00abalors que vous \u00e9tiez enceinte\u00bb). \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Interpell\u00e9e par l&#8217;avocat de l&#8217;employeuse lors de son audition devant le Tribunal civil (D. 49 p. 2), la doctoresse Y.________ a reconnu que la grossesse pouvait avoir une incidence sur la sensibilit\u00e9 de la femme, tout en soulignant qu&#8217;il s&#8217;agissait bien plus d&#8217;un \u00abon-dit\u00bb que d&#8217;un r\u00e9sultat tir\u00e9 d&#8217;analyses pointues. Elle a ajout\u00e9 qu&#8217;une \u00e9ventuelle fragilit\u00e9 \u00e9tait bien plus \u00e0 craindre apr\u00e8s la naissance de l&#8217;enfant qu&#8217;en cours de grossesse (arr\u00eat, p. 26).\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>L&#8217;arr\u00eat attaqu\u00e9 met encore en exergue l&#8217;anomalie des d\u00e9parts des autres employ\u00e9es, dont une (l&#8217;apprentie) a \u00e9t\u00e9 licenci\u00e9e par l&#8217;employeuse et quatre autres sont parties pour cause de maladie, dont trois (intim\u00e9e comprise) entre octobre et d\u00e9cembre 2010.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Dans ce contexte, et sur le vu des constatations de fait \u00e9tablies sans arbitraire quant au comportement du dentiste (let. B.b.b\u00a0\u00a0supra), il n&#8217;\u00e9tait pas insoutenable de retenir un lien de causalit\u00e9 naturelle et ad\u00e9quate entre une telle attitude et l&#8217;\u00e9pisode d\u00e9pressif s\u00e9v\u00e8re subi par l&#8217;intim\u00e9e. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>9.4.\u00a0La recourante ne forme pas d&#8217;autre grief, ce qui cl\u00f4t toute discussion.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Weitere relevante Beitr\u00e4ge zum Thema Mobbing:<\/h4>\n<ul>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/09\/05\/mobbing-im-arbeitsalltag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mobbing im Arbeitsalltag<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2016\/03\/01\/grundlegendes-ueber-mobbing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Grundlegendes \u00fcber Mobbing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/08\/04\/definition-von-mobbing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Definition von Mobbing<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/28\/kuendigung-nach-verletzung-der-fuersorgepflicht-missbraeuchlich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcndigung nach Verletzung der F\u00fcrsorgepflicht \u2013 Missbr\u00e4uchlich!<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/23\/missbraeuchliche-art-und-weise-der-kuendigung-entschaedigung-geschuldet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche Art und Weise der K\u00fcndigung \u2013 Entsch\u00e4digung geschuldet!<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/05\/12\/der-arbeitgeber-war-schuld\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Arbeitgeber war schuld?!<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/12\/04\/missbraeuchliche-entlassung-einer-arbeitnehmervertreterin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche Entlassung einer Arbeitnehmervertreterin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/04\/21\/mobbing-im-oeffentlichen-dienstrecht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mobbing im \u00f6ffentlichen Dienstrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2023\/01\/05\/missbraeuchliche-kuendigung-und-mobbing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigung und Mobbing<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Autor:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/person\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nicolas Facincani<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Weitere umfassende Informationen zum Arbeitsrecht finden sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/boris-etter\/arbeitsvertrag\/id\/9783727235108\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Umfassende Informationen zum Gleichstellungsrecht finden sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/gleichstellungsgesetz-glg\/id\/9783727222047\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grundlage der Pflichten der Arbeitgeber im Zusammenhang mit Mobbing ist die besondere\u00a0F\u00fcrsorgepflicht\u00a0des Arbeitgebers gem\u00e4ss Art. 328 OR. Art. 328 Abs. 1 OR h\u00e4lt fest, dass der Arbeitgeber die Pers\u00f6nlichkeit der Arbeitnehmer zu achten und zu sch\u00fctzen, auf dessen Gesundheit geb\u00fchrend R\u00fccksicht zu nehmen und f\u00fcr die Wahrung der Sittlichkeit zu sorgen hat. Der in Art. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1226,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4201","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4201"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4201\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4202,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4201\/revisions\/4202"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1226"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}