{"id":4377,"date":"2024-07-06T21:13:15","date_gmt":"2024-07-06T19:13:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/?p=4377"},"modified":"2024-07-06T21:40:32","modified_gmt":"2024-07-06T19:40:32","slug":"arbeitskraefteerhebung-sake-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2024\/07\/06\/arbeitskraefteerhebung-sake-2023\/","title":{"rendered":"Arbeitskr\u00e4fteerhebung (SAKE) 2023"},"content":{"rendered":"<p>Die schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung (SAKE) des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) ist erschienen. Gem\u00e4ss dieser profitierten 2023 47,7% der Arbeitnehmenden von flexiblen Arbeitszeiten und knapp zwei von f\u00fcnf leisteten zumindest gelegentlich Arbeit im Homeoffice. 26,5% der Erwerbst\u00e4tigen sind regelm\u00e4ssig samstags t\u00e4tig, Nachtarbeit ist deutlich weniger verbreitet (5,6%). Befristete Arbeitsvertr\u00e4ge betreffen 8,6% der Arbeitnehmenden und der Anteil der Arbeit auf Abruf bel\u00e4uft sich auf \u00e4hnlichem Niveau (8,3%). Zwischen den Wirtschaftsbranchen variieren diese Ergebnisse stark, ebenso nach Geschlecht und Alter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Flexible Arbeitszeiten<\/h3>\n<p>2023 hatten 47,7% der Besch\u00e4ftigten flexible Arbeitszeiten. M\u00e4nner profitierten mehr (51,8%) als Frauen (43,3%). Flexible Arbeitszeiten waren am h\u00e4ufigsten in den Branchen Information und Kommunikation (77,3%), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (75,3%) sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (73,0%).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Abendarbeit im Gastgewerbe<\/h3>\n<p>2023 arbeiteten 16,4% der Besch\u00e4ftigten regelm\u00e4\u00dfig abends, Frauen etwas h\u00e4ufiger als M\u00e4nner (17,2% vs. 15,7%). Besonders betroffen sind die 15- bis 24-J\u00e4hrigen (21,5%). Im Gastgewerbe war abendliche Arbeit am h\u00e4ufigsten (49,8%), gefolgt von Verkehr und Lagerei (30,7%). Im Baugewerbe ist abendliche Arbeit selten (4,3%).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Nachtarbeit in Verkehr und Lagerei<\/h3>\n<p>Ungef\u00e4hr 5% der Besch\u00e4ftigten arbeiteten regelm\u00e4\u00dfig nachts. M\u00e4nner taten dies \u00f6fter (6,1%) als Frauen (5,0%). In der Branche Verkehr und Lagerei war Nachtarbeit besonders verbreitet (22,0%), gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen (12,0%).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wochenendarbeit<\/h3>\n<p>26,5% der Besch\u00e4ftigten arbeiteten regelm\u00e4\u00dfig samstags und 15,8% sonntags. Frauen arbeiteten h\u00e4ufiger am Wochenende als M\u00e4nner (samstags: 29,6% vs. 23,8%; sonntags: 17,4% vs. 14,5%). Besonders hoch war der Anteil bei den 15- bis 24-J\u00e4hrigen (samstags: 35,1%; sonntags: 21,1%) und bei Personen \u00fcber 65 Jahren (samstags: 33,9%; sonntags: 20,7%). Das Gastgewerbe verzeichnete die h\u00f6chsten Werte f\u00fcr Wochenendarbeit (samstags: 70,2%; sonntags: 51,3%).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Arbeit auf Abruf<\/h3>\n<p>2023 arbeiteten 8,3% der Besch\u00e4ftigten auf Abruf (M\u00e4nner: 6,7%; Frauen: 9,9%). Besonders verbreitet ist diese Arbeitsform bei Personen im Rentenalter (25,4%) und den 15- bis 24-J\u00e4hrigen (16,1%). Im Gastgewerbe war Arbeit auf Abruf am h\u00e4ufigsten (19,5%).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Heimarbeit in Information und Kommunikation<\/h3>\n<p>38,4% der Besch\u00e4ftigten arbeiteten zumindest gelegentlich von zu Hause aus. In der Branche Information und Kommunikation war Heimarbeit besonders h\u00e4ufig (82,9%). Auch in den Bereichen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (73,3%) sowie Erziehung und Unterricht (63,3%) war Heimarbeit weit verbreitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Befristete Arbeitsvertr\u00e4ge<\/h3>\n<p>2023 hatten 8,6% der Besch\u00e4ftigten befristete Arbeitsvertr\u00e4ge, wobei Frauen h\u00e4ufiger betroffen waren (9,4%) als M\u00e4nner (7,8%). Besonders h\u00e4ufig waren befristete Vertr\u00e4ge bei den 15- bis 24-J\u00e4hrigen (25,0%) und bei Personen \u00fcber 65 Jahren (17,2%). In der Branche Erziehung und Unterricht war der Anteil befristeter Arbeitsvertr\u00e4ge am h\u00f6chsten (24,3%).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Autor:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/person\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nicolas Facincani\u00a0<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Weitere umfassende Informationen zum Arbeitsrecht finden Sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/boris-etter\/arbeitsvertrag\/id\/9783727235108\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Umfassende Informationen zum Gleichstellungsrecht finden Sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/gleichstellungsgesetz-glg\/id\/9783727222047\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung (SAKE) des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) ist erschienen. 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