{"id":5044,"date":"2026-04-23T23:10:33","date_gmt":"2026-04-23T21:10:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/?p=5044"},"modified":"2026-04-23T23:10:33","modified_gmt":"2026-04-23T21:10:33","slug":"provision-trotz-bloss-koordinativer-taetigkeit-und-missbraeuchliche-kuendigung-wegen-geltendmachung-der-forderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2026\/04\/23\/provision-trotz-bloss-koordinativer-taetigkeit-und-missbraeuchliche-kuendigung-wegen-geltendmachung-der-forderung\/","title":{"rendered":"Provision trotz bloss koordinativer T\u00e4tigkeit \u2013 und missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigung wegen Geltendmachung der Forderung?"},"content":{"rendered":"<p>Gen\u00fcgt eine bloss koordinative T\u00e4tigkeit f\u00fcr einen Provisionsanspruch? Und ist eine K\u00fcndigung missbr\u00e4uchlich, wenn sie kurz nach der Geltendmachung einer solchen Forderung ausgesprochen wird?<\/p>\n<p>Das Bundesgericht hatte im<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2F23-02-2026-4A_233-2025&amp;lang=de&amp;type=show_document\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Entscheid BGer 4A_233\/2025 vom 23. Februar 2026<\/a> zu beurteilen, ob eine koordinative T\u00e4tigkeit f\u00fcr einen Provisionsanspruch nach Art. 322b OR gen\u00fcgt und ob die sp\u00e4tere K\u00fcndigung als Rachek\u00fcndigung nach Art. 336 Abs. 1 lit. d OR zu qualifizieren ist. Der Entscheid ist f\u00fcr die Praxis besonders interessant, weil er sowohl die Auslegung offener Provisionsklauseln als auch die Grenzen der K\u00fcndigungsfreiheit bei der Geltendmachung arbeitsvertraglicher Anspr\u00fcche sch\u00e4rft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Sachverhalt<\/h3>\n<p>Der Arbeitnehmer war bei einer Immobiliengesellschaft als Assistant\/Coordinator angestellt. Neben einem Fixlohn sah sein Arbeitsvertrag eine variable Verg\u00fctung vor. Danach stand ihm bei Verk\u00e4ufen von Immobilien eine Provision von 0,1 % auf dem Verkaufspreis zu, allerdings nur \u00abim Umfang seiner effektiven Beteiligung\u00bb.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit einer Immobilienpromotion verlangte der Arbeitnehmer die Auszahlung einer solchen Provision. Die Arbeitgeberin stellte sich auf den Standpunkt, der Arbeitnehmer habe an den konkreten Verk\u00e4ufen nicht in einem provisionsbegr\u00fcndenden Sinn mitgewirkt. In der Folge unterbreitete sie ihm einen Vertragsnachtrag, wonach ein Provisionsanspruch k\u00fcnftig nur noch dann bestehen sollte, wenn er ein Gesch\u00e4ft selbst eingebracht h\u00e4tte. Der Arbeitnehmer verweigerte die Unterzeichnung dieses Nachtrags und hielt an seinen Forderungen aus dem urspr\u00fcnglichen Vertrag fest.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter k\u00fcndigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverh\u00e4ltnis. Zur Begr\u00fcndung berief sie sich auf wirtschaftliche Gr\u00fcnde. Der Arbeitnehmer machte geltend, die K\u00fcndigung sei in Wahrheit eine Reaktion auf seine Provisionsforderung und deshalb missbr\u00e4uchlich.<\/p>\n<p>Die kantonalen Instanzen gaben ihm weitgehend Recht. Das Bundesgericht best\u00e4tigte diesen Entscheid.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Erw\u00e4gungen des Bundesgerichts zur Provision<\/h3>\n<p>Ausgangspunkt der bundesgerichtlichen Pr\u00fcfung war die vertragliche Klausel zur variablen Verg\u00fctung. Nach Art. 18 OR ist bei der Vertragsauslegung zun\u00e4chst nach dem wirklichen Parteiwillen zu suchen. L\u00e4sst sich ein \u00fcbereinstimmender innerer Wille nicht feststellen, sind die Erkl\u00e4rungen nach dem Vertrauensprinzip auszulegen.<\/p>\n<p>Dies war hier entscheidend. Der Vertrag verlangte keine direkte Verkaufst\u00e4tigkeit, keine pers\u00f6nliche Akquisition und auch keinen unmittelbaren Vertragsabschluss durch den Arbeitnehmer. Die Klausel stellte allein auf eine \u00abeffektive Beteiligung\u00bb ab. Das Bundesgericht schloss daraus, dass nicht nur ein besonders intensiver oder ausschlaggebender Beitrag provisionsbegr\u00fcndend sein kann. Vielmehr gen\u00fcgt eine T\u00e4tigkeit, die in einem kausalen Zusammenhang mit dem sp\u00e4teren Verkauf steht.<\/p>\n<p>Art. 322b Abs. 1 OR h\u00e4lt fest, dass eine vereinbarte Provision geschuldet ist, sobald das Gesch\u00e4ft mit dem Dritten g\u00fcltig zustande gekommen ist. Die Bestimmung sagt zwar nicht ausdr\u00fccklich, wie nah die T\u00e4tigkeit des Arbeitnehmers am konkreten Vertragsabschluss liegen muss. Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung muss seine T\u00e4tigkeit jedoch zumindest kausal f\u00fcr das Zustandekommen des Gesch\u00e4fts gewesen sein.<\/p>\n<p>Dabei ist nicht erforderlich, dass der Arbeitnehmer die alleinige oder unmittelbare Ursache gesetzt hat. Es gen\u00fcgt, dass seine T\u00e4tigkeit im nat\u00fcrlichen Sinn zum Gesch\u00e4ftserfolg beigetragen hat. Das entspricht auch dem Zweck der Provision: Sie soll den Arbeitnehmer am Ergebnis seines eigenen Arbeitseinsatzes beteiligen und ihn leistungsbezogen motivieren.<\/p>\n<p>Im konkreten Fall war der Arbeitnehmer nicht direkt in die Verkaufsgespr\u00e4che mit den K\u00e4ufern eingebunden. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hatte er aber eine wesentliche koordinative Funktion im Rahmen der gesamten Promotion. Er stimmte interne und externe Beteiligte aufeinander ab, koordinierte Abl\u00e4ufe zwischen Promotoren, Maklern und internen Bereichen und wirkte an Vermarktungsmassnahmen mit.<\/p>\n<p>Das Bundesgericht hielt fest, dass solche T\u00e4tigkeiten durchaus provisionsrelevant sein k\u00f6nnen. Wer durch Organisation, Koordination und Mitwirkung an der Vermarktung einen funktionalen Beitrag dazu leistet, dass Verk\u00e4ufe \u00fcberhaupt zustande kommen, wirkt kausal am Verkaufsprozess mit. Es braucht nicht zwingend eine direkte Interaktion mit dem K\u00e4ufer, damit ein Provisionsanspruch entsteht.<\/p>\n<p>Damit best\u00e4tigt der Entscheid, dass eine Provisionsklausel nicht schematisch auf klassische Verkaufst\u00e4tigkeiten reduziert werden darf. Massgeblich ist vielmehr, wie die vertragliche Regelung formuliert ist und ob die konkrete T\u00e4tigkeit des Arbeitnehmers in einem urs\u00e4chlichen Zusammenhang mit dem erzielten Gesch\u00e4ftserfolg steht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Keine freie \u00dcberpr\u00fcfung der Beweisw\u00fcrdigung<\/h3>\n<p>Die Arbeitgeberin versuchte vor Bundesgericht insbesondere, die vorinstanzliche Annahme der Kausalit\u00e4t in Frage zu stellen. Damit hatte sie keinen Erfolg. Das Bundesgericht erinnerte daran, dass die nat\u00fcrliche Kausalit\u00e4t eine Tatfrage ist. Solche tats\u00e4chlichen Feststellungen \u00fcberpr\u00fcft es nur unter dem engen Gesichtspunkt der Willk\u00fcr.<\/p>\n<p>Die Arbeitgeberin beschr\u00e4nkte sich im Wesentlichen darauf, ihre eigene Sicht der Dinge der vorinstanzlichen Beweisw\u00fcrdigung entgegenzuhalten. Das gen\u00fcgt nicht. Wer vor Bundesgericht Sachverhaltsr\u00fcgen erhebt, muss pr\u00e4zise darlegen, weshalb die Feststellungen offensichtlich unhaltbar sein sollen. Bloss appellatorische Kritik bleibt unbeachtlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigung<\/h3>\n<p>Nach Art. 336 Abs. 1 lit. d OR ist eine K\u00fcndigung missbr\u00e4uchlich, wenn sie ausgesprochen wird, weil die andere Partei in guten Treuen Anspr\u00fcche aus dem Arbeitsverh\u00e4ltnis geltend macht. Gemeint ist der klassische Fall der sogenannten Rachek\u00fcndigung.<\/p>\n<p>Das Arbeitsrecht kennt grunds\u00e4tzlich K\u00fcndigungsfreiheit. Eine ordentliche K\u00fcndigung bedarf deshalb im Regelfall keines sachlichen Grundes. Art. 336 OR setzt dieser Freiheit jedoch dort Grenzen, wo die K\u00fcndigung auf einem missbilligten Motiv beruht. Wird eine K\u00fcndigung als missbr\u00e4uchlich qualifiziert, ist sie zwar grunds\u00e4tzlich wirksam, sie l\u00f6st aber eine Entsch\u00e4digung nach Art. 336a OR aus.<\/p>\n<p>Ob eine K\u00fcndigung missbr\u00e4uchlich ist, h\u00e4ngt entscheidend vom tats\u00e4chlichen K\u00fcndigungsmotiv ab. Dieses ist durch Auslegung der Umst\u00e4nde und W\u00fcrdigung der Beweise zu ermitteln. Gerade in F\u00e4llen nach Art. 336 Abs. 1 lit. d OR wird der wahre Grund selten offen ausgesprochen. Entsprechend kommt Indizien besondere Bedeutung zu.<\/p>\n<p>Im vorliegenden Fall fiel insbesondere die zeitliche Abfolge ins Gewicht: Zun\u00e4chst machte der Arbeitnehmer seine Provisionsforderung geltend. Danach versuchte die Arbeitgeberin, die Provisionsregel vertraglich zu versch\u00e4rfen. Der Arbeitnehmer verweigerte die Unterzeichnung des Nachtrags und beharrte auf seinem urspr\u00fcnglichen Anspruch. Weniger als zwei Monate sp\u00e4ter wurde ihm gek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Hinzu kam, dass die von der Arbeitgeberin angef\u00fchrten wirtschaftlichen Gr\u00fcnde nach W\u00fcrdigung der kantonalen Instanzen nicht \u00fcberzeugten. Dass parallel andere personelle Schritte unternommen wurden, sprach zus\u00e4tzlich gegen einen echten wirtschaftlichen K\u00fcndigungsgrund.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund war es bundesrechtskonform, die K\u00fcndigung als missbr\u00e4uchlich zu qualifizieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Theoretische Einordnung<\/h3>\n<p>Dogmatisch ist die Provision Teil des Entgelts f\u00fcr die Arbeitsleistung. Sie geh\u00f6rt nicht zur freiwilligen Gratifikation, sondern stellt eine erfolgsbezogene Lohnkomponente dar. Das hat Bedeutung f\u00fcr die Auslegung entsprechender Klauseln: Wo eine variable Verg\u00fctung objektiv messbar an konkrete Gesch\u00e4fte ankn\u00fcpft, spricht vieles daf\u00fcr, sie als verbindlichen Lohnbestandteil zu behandeln.<\/p>\n<p>Gerade deshalb ist bei unklar formulierten Provisionsklauseln Zur\u00fcckhaltung gegen\u00fcber restriktiven Auslegungen angezeigt. Soll die Provision nur in eng begrenzten F\u00e4llen geschuldet sein, muss dies vertraglich klar geregelt werden.<\/p>\n<p>Der Entscheid verdeutlicht zudem, dass Art. 322b OR keine unmittelbare Verkaufst\u00e4tigkeit verlangt. In arbeitsteiligen Organisationen ist der Gesch\u00e4ftsabschluss regelm\u00e4ssig das Ergebnis mehrerer Beitr\u00e4ge. Neben eigentlichen Verkaufsgespr\u00e4chen k\u00f6nnen auch interne Koordination, Projektsteuerung, Marketing oder administrative Begleitung funktional f\u00fcr den Erfolg des Gesch\u00e4fts entscheidend sein.<\/p>\n<p>Ob eine solche T\u00e4tigkeit provisionsrechtlich gen\u00fcgt, h\u00e4ngt stets von der konkreten Vertragsklausel ab. Ist diese offen formuliert, kann bereits eine miturs\u00e4chliche Beteiligung ausreichen. Der Entscheid best\u00e4tigt damit einen funktionalen, wirtschaftlich realistischen Ansatz.<\/p>\n<p>Ebenso deutlich ist die Schutzfunktion von Art. 336 Abs. 1 lit. d OR. Ein Arbeitnehmer soll vertragliche oder gesetzliche Anspr\u00fcche aus dem Arbeitsverh\u00e4ltnis geltend machen k\u00f6nnen, ohne bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen, deswegen gek\u00fcndigt zu werden. Gesch\u00fctzt ist dabei nicht nur der Arbeitnehmer, der am Ende des Prozesses tats\u00e4chlich obsiegt. Entscheidend ist, dass er seine Anspr\u00fcche in guten Treuen geltend gemacht hat.<\/p>\n<p>Gerade darin liegt der Sinn der Norm: Ohne diesen Schutz k\u00f6nnte ein Arbeitgeber die Durchsetzung von Arbeitnehmeranspr\u00fcchen faktisch dadurch unterlaufen, dass er auf deren Geltendmachung mit einer K\u00fcndigung reagiert.<\/p>\n<p>F\u00e4lle missbr\u00e4uchlicher K\u00fcndigung scheitern in der Praxis h\u00e4ufig nicht an der materiellen Norm, sondern an der Beweisf\u00fchrung. Der wirkliche K\u00fcndigungsgrund l\u00e4sst sich nur selten direkt beweisen. Umso wichtiger sind Indizien wie der enge zeitliche Zusammenhang zwischen Anspruchserhebung und K\u00fcndigung, widerspr\u00fcchliche Begr\u00fcndungen, vorg\u00e4ngige Spannungen \u00fcber Lohnbestandteile oder Versuche, die Anspruchsgrundlage kurz vor der K\u00fcndigung vertraglich zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der vorliegende Entscheid zeigt exemplarisch, dass es oft gerade die Gesamtschau dieser Elemente ist, welche zur Annahme einer missbr\u00e4uchlichen K\u00fcndigung f\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Fazit f\u00fcr die Praxis<\/h3>\n<p>Der Entscheid \u00fcberzeugt. Er zeigt zun\u00e4chst, dass offen formulierte Provisionsklauseln erhebliche Auslegungsrisiken bergen. Wer Provisionen nur f\u00fcr selbst akquirierte Gesch\u00e4fte oder f\u00fcr unmittelbare Abschlusst\u00e4tigkeiten ausrichten will, muss dies ausdr\u00fccklich und unmissverst\u00e4ndlich regeln. Begriffe wie \u00abMitwirkung\u00bb, \u00abBeteiligung\u00bb oder \u00abeffektive Beteiligung\u00bb lassen Raum f\u00fcr eine weite Auslegung.<\/p>\n<p>Ebenso konsequent ist, dass auch koordinative und organisatorische T\u00e4tigkeiten provisionsrelevant sein k\u00f6nnen, wenn sie im konkreten Fall kausal zum Gesch\u00e4ftsabschluss beitragen. Der Entscheid tr\u00e4gt damit den Realit\u00e4ten arbeitsteiliger Verkaufsprozesse Rechnung und verhindert, dass offene Provisionsklauseln nachtr\u00e4glich auf klassische Akquisitionst\u00e4tigkeiten verengt werden.<\/p>\n<p>Schliesslich unterstreicht der Entscheid die praktische Tragweite von Art. 336 Abs. 1 lit. d OR. K\u00fcndigt ein Arbeitgeber kurz nachdem ein Arbeitnehmer Provisions-, Bonus- oder sonstige Lohnanspr\u00fcche geltend gemacht hat, besteht ein erhebliches Risiko einer missbr\u00e4uchlichen Rachek\u00fcndigung \u2013 insbesondere dann, wenn der behauptete K\u00fcndigungsgrund nicht konsistent und belastbar nachgewiesen werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Ausf\u00fchrungen des Bundesgerichts zur geschuldeten Provision<\/h3>\n<p><em>4.1.\u00a0Pour d\u00e9terminer si un contrat a \u00e9t\u00e9 conclu, quels en sont les cocontractants et quel en est le contenu, le juge doit interpr\u00e9ter les manifestations de volont\u00e9 des parties (<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-93%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page93\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 144 III 93<\/a>\u00a0consid. 5.2; arr\u00eat 4A_219\/2024 du 2 avril 2025 consid. 4.1). \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Selon les r\u00e8gles d&#8217;interpr\u00e9tation des contrats d\u00e9duites de l&#8217;art. 18 CO, le juge doit tout d&#8217;abord rechercher la r\u00e9elle et commune intention des parties (interpr\u00e9tation subjective), le cas \u00e9ch\u00e9ant empiriquement, sur la base d&#8217;indices. Constituent des indices en ce sens non seulement la teneur des d\u00e9clarations de volont\u00e9 &#8211; \u00e9crites ou orales -, mais encore le contexte g\u00e9n\u00e9ral, soit toutes les circonstances permettant de d\u00e9couvrir la volont\u00e9 r\u00e9elle des parties, qu&#8217;il s&#8217;agisse de d\u00e9clarations ant\u00e9rieures \u00e0 la conclusion du contrat ou de faits post\u00e9rieurs \u00e0 celle-ci, en particulier le comportement ult\u00e9rieur des parties \u00e9tablissant quelles \u00e9taient \u00e0 l&#8217;\u00e9poque les conceptions des contractants eux-m\u00eames. Cette interpr\u00e9tation dite subjective rel\u00e8ve du fait (<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-93%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page93\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 144 III 93<\/a> consid. 5.2.2 et les arr\u00eats cit\u00e9s).\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Si la volont\u00e9 r\u00e9elle des parties ne peut pas \u00eatre \u00e9tablie ou si les volont\u00e9s intimes divergent, le juge doit interpr\u00e9ter les d\u00e9clarations et comportements des parties selon le principe de la confiance, en recherchant comment une d\u00e9claration ou une attitude pouvait de bonne foi \u00eatre comprise en fonction de l&#8217;ensemble des circonstances (<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-III-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57\">ATF 148 III 57<\/a> consid. 2.2.1; <a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-93%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page93\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 144 III 93<\/a>\u00a0consid. 5.2.3 et les arr\u00eats cit\u00e9s). Le sens d&#8217;un texte, apparemment clair, n&#8217;est pas forc\u00e9ment d\u00e9terminant, de sorte que l&#8217;interpr\u00e9tation purement litt\u00e9rale est prohib\u00e9e (<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-III-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57\">ATF 148 III 57<\/a> consid. 2.2.1). L&#8217;interpr\u00e9tation dite objective s&#8217;effectue non seulement d&#8217;apr\u00e8s le texte et le contexte des d\u00e9clarations, mais \u00e9galement sur le vu des circonstances qui les ont pr\u00e9c\u00e9d\u00e9es et accompagn\u00e9es, \u00e0 l&#8217;exclusion des circonstances post\u00e9rieures (<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-93%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page93\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 144 III 93<\/a>\u00a0consid. 5.2.3;\u00a0<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-61%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page61\">133 III 61<\/a>\u00a0consid. 2.2.1). La d\u00e9termination de la volont\u00e9 objective des parties, selon le principe de la confiance, est une question de droit, que le Tribunal f\u00e9d\u00e9ral examine librement (<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-III-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57\">ATF 148 III 57<\/a> consid. 2.2.1; <a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-93%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page93\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATF 144 III 93<\/a>\u00a0consid. 5.2.3).\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Lorsque l&#8217;interpr\u00e9tation ainsi d\u00e9gag\u00e9e laisse subsister un doute sur leur sens, les clauses contractuelles doivent \u00eatre interpr\u00e9t\u00e9es en d\u00e9faveur de leur auteur, conform\u00e9ment \u00e0 la r\u00e8gle dite des clauses ambigu\u00ebs (\u00a0in dubio contra stipulatorem) (<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-III-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57\">ATF 148 III 57<\/a>\u00a0consid. 2.2.2;\u00a0<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-III-339%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page339\">146 III 339<\/a>\u00a0consid. 5.2.3 et les r\u00e9f\u00e9rences cit\u00e9es). \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.2.\u00a0D&#8217;apr\u00e8s l&#8217;art. 322b al. 1 CO, s&#8217;il est convenu que le travailleur a droit \u00e0 une provision sur certaines affaires, elle lui est acquise d\u00e8s que l&#8217;affaire a \u00e9t\u00e9 valablement conclue avec le tiers. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Lorsque la clause contractuelle ne pr\u00e9cise pas les conditions du droit \u00e0 la provision, il convient de se r\u00e9f\u00e9rer \u00e0 l&#8217;art. 322b CO\u00a0pour compl\u00e9ter la convention des parties. Il faut cependant constater que l&#8217;art. 322b CO\u00a0n&#8217;est pas explicite non plus quant \u00e0 l&#8217;activit\u00e9 que le travailleur doit d\u00e9ployer pour avoir droit \u00e0 la provision. L&#8217;activit\u00e9 du travailleur doit appara\u00eetre, sauf convention contraire, comme une cause de la conclusion du contrat. En l&#8217;absence de toute clause contractuelle fixant d&#8217;autres r\u00e8gles, on ne peut en effet pas imaginer que l&#8217;employeur se soit engag\u00e9 \u00e0 verser une provision sur toute affaire conclue, m\u00eame si celle-ci n&#8217;a pas \u00e9t\u00e9 procur\u00e9e par l&#8217;activit\u00e9 du travailleur. Une interpr\u00e9tation contraire reviendrait \u00e0 ignorer le but \u00e9conomique de la provision, qui est de motiver le travailleur et de l&#8217;int\u00e9resser au r\u00e9sultat de son travail (<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-III-174%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page174\">ATF 128 III 174<\/a>\u00a0consid. 2b).\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.3.\u00a0La Cour d&#8217;appel a rappel\u00e9 les principes gouvernant l&#8217;interpr\u00e9tation d&#8217;une clause contractuelle (art. 18 al. 1 CO) et ceux qui r\u00e9gissent la naissance du droit \u00e0 une provision (art. 322b al. 1 CO). Elle n&#8217;est pas parvenue \u00e0 \u00e9tablir la volont\u00e9 r\u00e9elle des parties. Elle a ainsi proc\u00e9d\u00e9 \u00e0 une interpr\u00e9tation objective. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.3.1.\u00a0Par contrat sign\u00e9 le 9 novembre 2018, la recourante a engag\u00e9 l&#8217;intim\u00e9 en qualit\u00e9 d&#8217;assistant\/coordinateur pour une dur\u00e9e ind\u00e9termin\u00e9e \u00e0 un taux de 100 %. La clause VI du contrat pr\u00e9voit une r\u00e9mun\u00e9ration fixe et une r\u00e9mun\u00e9ration variable, ici litigieuse: \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;La r\u00e9mun\u00e9ration variable de l&#8217;employ\u00e9 est constitu\u00e9e des commissions sur les ventes de biens immobiliers, \u00e9tant pr\u00e9cis\u00e9 que ces commissions ne sont dues qu&#8217;\u00e0 concurrence de la participation effective de l&#8217;employ\u00e9. Le montant est de 0.1 % sur le prix de vente du lot&#8220;.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.3.2.\u00a0Pour la cour cantonale, il se d\u00e9duisait des termes &#8222;participation effective&#8220;, issus du contrat de travail, qu&#8217;il devait exister un lien de causalit\u00e9 entre le travail de l&#8217;employ\u00e9 et l&#8217;affaire pour laquelle il sollicitait le versement d&#8217;une commission. De plus, la clause faisait express\u00e9ment r\u00e9f\u00e9rence aux ventes immobili\u00e8res, de sorte que cette participation causale devait pr\u00e9cis\u00e9ment \u00eatre en lien avec une vente immobili\u00e8re. Ainsi, il convenait d&#8217;admettre que la clause litigieuse pr\u00e9voyait une commission en cas de participation causale de l&#8217;employ\u00e9 au processus de vente immobili\u00e8re. II ne s&#8217;agissait toutefois pas d&#8217;une participation essentielle ou d\u00e9terminante, mais uniquement causale. Ni la clause contractuelle, ni l&#8217;art. 322b CO\u00a0n&#8217;\u00e9taient explicites quant \u00e0 l&#8217;activit\u00e9 que le travailleur devait d\u00e9ployer pour avoir droit \u00e0 la commission. Le sens d&#8217;une commission vise \u00e0 motiver le travailleur et permettre de r\u00e9mun\u00e9rer toutes les personnes qui, \u00e0 un titre ou un autre, participent d&#8217;une mani\u00e8re active au succ\u00e8s d&#8217;une op\u00e9ration de vente. Si l&#8217;employeuse avait voulu accorder une commission aux seuls cas o\u00f9 l&#8217;employ\u00e9 apportait une affaire concr\u00e8te ou un acqu\u00e9reur int\u00e9ress\u00e9, elle aurait ais\u00e9ment pu le faire en adaptant la clause litigieuse, qui ne comportait pas ce genre de limitations. En d\u00e9finitive, la clause litigieuse devait \u00eatre interpr\u00e9t\u00e9e en ce sens que le droit \u00e0 la commission de l&#8217;intim\u00e9 \u00e9tait conditionn\u00e9 \u00e0 ce que son activit\u00e9 soit dans un rapport de causalit\u00e9 avec la conclusion d&#8217;une vente immobili\u00e8re. Il n&#8217;\u00e9tait en revanche pas n\u00e9cessaire qu&#8217;il se soit agi d&#8217;une activit\u00e9 essentielle, seul un lien de causalit\u00e9 \u00e9tant requis. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.3.3.\u00a0La recourante se limite \u00e0 opposer des g\u00e9n\u00e9ralit\u00e9s \u00e0 l&#8217;interpr\u00e9tation objective op\u00e9r\u00e9e par la cour cantonale. Cette interpr\u00e9tation ne viole en rien le droit f\u00e9d\u00e9ral. La clause contractuelle parle de &#8222;participation effective&#8220; de l&#8217;employ\u00e9, par quoi il faut comprendre une intervention jouant un r\u00f4le causal dans une vente immobili\u00e8re. La clause a une port\u00e9e tr\u00e8s g\u00e9n\u00e9rale et couvre l&#8217;entier du processus de vente immobili\u00e8re, afin d&#8217;accorder une r\u00e9mun\u00e9ration \u00e0 quiconque contribue au succ\u00e8s d&#8217;une op\u00e9ration de vente. C&#8217;est en vain que la recourante observe qu&#8217;une interpr\u00e9tation large serait incompatible avec l&#8217;art. 322b CO\u00a0et dangereuse \u00e9conomiquement. Elle perd de vue que l&#8217;art. 322b CO\u00a0constitue une disposition relativement imp\u00e9rative (art. 362 CO) destin\u00e9e \u00e0 prot\u00e9ger l&#8217;employ\u00e9 et que l&#8217;employeur conserve la facult\u00e9 de proposer un contrat d\u00e9finissant sp\u00e9cifiquement voire limitativement les affaires pour lesquelles une provision entre en consid\u00e9ration. La recourante n&#8217;\u00e9tablit nullement en quoi l&#8217;approche suivie serait inconciliable avec l&#8217;art. 322b CO, la jurisprudence observant uniquement qu&#8217;il doit exister un rapport de causalit\u00e9 entre l&#8217;activit\u00e9 du travailleur et la conclusion du contrat (<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-III-174%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page174\">ATF 128 III 174<\/a>\u00a0consid. 2b pr\u00e9cit\u00e9 et les r\u00e9f\u00e9rences). La recourante invoque, peut-\u00eatre en confusion avec l&#8217;arr\u00eat pr\u00e9cit\u00e9, l&#8217;arr\u00eat publi\u00e9 aux &#8222;<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-III-270%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page274\">ATF 138 III 274<\/a>&#8222;, alors que ce dernier arr\u00eat n&#8217;a aucune pertinence ici. La recourante entend s&#8217;inspirer des r\u00e8gles en mati\u00e8re de courtage. On comprend qu&#8217;elle focalise son argumentaire sur le lien entre l&#8217;activit\u00e9 de l&#8217;intim\u00e9 et son droit \u00e0 la provision, en soulignant qu&#8217;il n&#8217;a pas eu d&#8217;activit\u00e9 directe avec la vente. Cet aspect revient \u00e0 mettre en cause la causalit\u00e9 retenue par la cour cantonale. La recourante n&#8217;indique pas sp\u00e9cifiquement quelle diff\u00e9rence il y aurait lieu de faire entre activit\u00e9 d\u00e9terminante ou directe et activit\u00e9 effective selon la formulation contractuelle. Surtout, elle omet que la Cour d&#8217;appel a elle aussi pos\u00e9, comme condition du droit de l&#8217;intim\u00e9 aux commissions stipul\u00e9es dans le contrat de travail, l&#8217;existence d&#8217;une relation de causalit\u00e9 entre l&#8217;activit\u00e9 d\u00e9ploy\u00e9e par le travailleur et le r\u00e9sultat obtenu (cf. pour une configuration similaire, arr\u00eat 4A_200\/2009 du 26 juin 2009 consid. 5). \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.4.\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.4.1.\u00a0La causalit\u00e9 naturelle entre deux \u00e9v\u00e9nements est r\u00e9alis\u00e9e lorsque, sans le premier, le second ne se serait pas produit. Il n&#8217;est pas n\u00e9cessaire que l&#8217;\u00e9v\u00e9nement consid\u00e9r\u00e9 soit la cause unique ou imm\u00e9diate du r\u00e9sultat. La constatation de la causalit\u00e9 naturelle rel\u00e8ve du fait (<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-III-242%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page242\">ATF 143 III 242<\/a>\u00a0consid. 3.7;\u00a0<a href=\"http:\/\/relevancy.bger.ch\/php\/aza\/http\/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-462%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page462\">133 III 462<\/a>\u00a0consid. 4.4.2). \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.4.2.\u00a0La cour cantonale a retenu que les t\u00e2ches effectu\u00e9es par l&#8217;intim\u00e9 \u00e9taient causales des ventes immobili\u00e8res intervenues. D&#8217;une part, il avait jou\u00e9 un r\u00f4le dans la mise en place et l&#8217;organisation de la commercialisation des lots de la promotion &#8222;xxx&#8220;, un t\u00e9moin ayant m\u00eame qualifi\u00e9 d&#8217;essentiel le r\u00f4le de l&#8217;intim\u00e9 dans cette promotion. D&#8217;autre part, l&#8217;intervention de l&#8217;intim\u00e9 en tant que coordinateur avait \u00e9t\u00e9 un levier d\u00e9cisif des ventes. Il avait en effet assum\u00e9 la coordination de la promotion entre les diff\u00e9rents intervenants, comme les promoteurs et les courtiers, et entre les services de courtage, de g\u00e9rance et de location. Il avait en outre collabor\u00e9, \u00e0 un certain moment, avec deux personnes en vue de la coordination marketing du projet et sa publication sur les r\u00e9seaux sociaux. Bien que l&#8217;intim\u00e9 ne soit pas directement intervenu dans la vente des lots, les t\u00e2ches de coordination qu&#8217;il avait assum\u00e9es avaient repr\u00e9sent\u00e9 un processus indispensable sans lequel les ventes n&#8217;auraient pas abouti. La cour cantonale a ainsi admis le r\u00f4le causal de l&#8217;intim\u00e9 et son droit aux commissions. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.4.3.\u00a0La recourante n&#8217;indique nullement en quoi la cour cantonale aurait vers\u00e9 dans l&#8217;arbitraire en retenant la causalit\u00e9 naturelle, qui rel\u00e8ve du fait, entre les activit\u00e9s de l&#8217;intim\u00e9 et les ventes immobili\u00e8res. Elle se limite \u00e0 invoquer librement un t\u00e9moignage, dont la port\u00e9e aurait \u00e9t\u00e9 omise, dans une d\u00e9marche appellatoire sans \u00e9tablir en quoi il \u00e9tait insoutenable de se fonder sur les diff\u00e9rents t\u00e9moignages mentionn\u00e9s par la cour cantonale. Son argumentaire est inapte \u00e0 \u00e9tablir un quelconque arbitraire. \u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>4.5.\u00a0D\u00e8s lors que la cour cantonale a admis sans arbitraire un lien entre l&#8217;activit\u00e9 de l&#8217;intim\u00e9 et les ventes immobili\u00e8res, elle n&#8217;a pas viol\u00e9 le droit f\u00e9d\u00e9ral en lui allouant les commissions contractuellement pr\u00e9vues, dont le quantum n&#8217;est pas discut\u00e9.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Weitere Beitr\u00e4ge zum Lohn (Auswahl):<\/h4>\n<ul>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/11\/16\/lohn-fuer-die-umkleidezeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lohn f\u00fcr die Umkleidezeit<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/09\/10\/lohnfortzahlungspflicht-bei-verschnupften-kindern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lohnfortzahlungspflicht bei \u00abverschnupften\u00bb Kindern<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/05\/21\/verrechnung-von-lohnforderungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verrechnung von Lohnforderungen<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/04\/29\/der-der-arbeitnehmer-ueber-den-lohn-sprechen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Darf der Arbeitnehmer \u00fcber den Lohn sprechen?<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/04\/11\/lohngleichheitsanalyse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lohngleichheitsanalyse<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/03\/19\/bonus-als-lohnbestandteil-qualifiziert\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bonus als Lohnbestandteil qualifiziert<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/08\/20\/die-lohnhoehe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Lohnh\u00f6he<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/04\/02\/euroloehne\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eurol\u00f6hne<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2019\/03\/05\/lohnrechner-fuer-entsendefirmen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lohnrechner f\u00fcr Entsendefirmen<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2018\/09\/19\/streitwert-der-lohnklage\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Streitwert der Lohnklage<\/a><\/li>\n<li class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2020\/11\/26\/die-insolvenzentschaedigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anspruch auf die Insolvenzentsch\u00e4digung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2021\/06\/23\/neue-mindestlohnvorschriften-im-kanton-basel-stadt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mindestlohnvorschriften im Kanton Basel Stadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/01\/31\/mindestlohn-kanton-tessin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mindestlohn im Kanton Tessin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/12\/09\/erhoehte-mindestloehne-fuer-haushaltsangestellte-gemaess-nav\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erh\u00f6hte Mindestl\u00f6hne f\u00fcr Hausangestellte gem\u00e4ss NAV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2022\/11\/07\/universitaetsspital-zuerich-keine-entschaedigung-fuer-umkleidezeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Universit\u00e4tsspital Z\u00fcrich: Keine Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Umkleidezeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2023\/06\/19\/neue-mindestloehne-in-zuerich-und-winterthur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neue Mindestl\u00f6hne in Z\u00fcrich und Winterthur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2024\/01\/01\/lohnverzicht-beim-feierabendbier\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lohnverzicht beim Feierabendbier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2024\/12\/05\/verwaltungsgericht-hebt-mindestloehne-in-zuerich-und-winterthur-auf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verwaltungsgericht hebt Mindestl\u00f6hne in Z\u00fcrich und Winterthur auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2025\/08\/08\/versehentliche-lohnzahlung-nach-beendigung-des-arbeitsverhaeltnisses\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Versehentliche Lohnzahlung nach Beendiugng des Arbeitsverh\u00e4ltnisses<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2025\/12\/31\/lohndiskriminierung-und-lohngleichheitsklage\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lohndiskriminierung und Lohngleichheitsklage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2025\/11\/08\/lohngleichheit-in-der-bundesverwaltung-gewaehrleistet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lohngleichheit in der Bundesverwaltung gew\u00e4hrleistet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2025\/12\/06\/erhoehung-der-mindestloehne-fuer-hausangestelle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erh\u00f6hung der Mindestl\u00f6hne f\u00fcr Hausangestellte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2026\/01\/27\/auskunfts-und-einsichtsrechte-bei-gewinnabhaengigen-anspruechen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auskunfts- und Einsichtsrechte bei gewinnabh\u00e4ngigen Anspr\u00fcchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/2026\/02\/14\/der-gerechte-lohn-warum-papst-leo-xiii-weiter-ging-als-das-schweizer-recht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der \u00abgerechte Lohn\u00bb \u2013 warum Papst Leo XIII. weiter ging als das Schweizer Recht<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Autor:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/person\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nicolas Facincani<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4>Weitere umfassende Informationen zum Arbeitsrecht finden Sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/boris-etter\/arbeitsvertrag\/id\/9783727235108\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4>Umfassende Informationen zum Gleichstellungsgesetz finden Sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/gleichstellungsgesetz-glg\/id\/9783727222047\/?gclid=EAIaIQobChMIwJjxxde_-gIVkxCLCh2I2wT0EAQYASABEgI08vD_BwE&amp;gclsrc=aw.ds\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4>Oder folgen Sie uns auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/@ArbeitsrechtAktuell007\"><strong>YouTube<\/strong>.<\/a><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gen\u00fcgt eine bloss koordinative T\u00e4tigkeit f\u00fcr einen Provisionsanspruch? Und ist eine K\u00fcndigung missbr\u00e4uchlich, wenn sie kurz nach der Geltendmachung einer solchen Forderung ausgesprochen wird? Das Bundesgericht hatte im Entscheid BGer 4A_233\/2025 vom 23. Februar 2026 zu beurteilen, ob eine koordinative T\u00e4tigkeit f\u00fcr einen Provisionsanspruch nach Art. 322b OR gen\u00fcgt und ob die sp\u00e4tere K\u00fcndigung als [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":517,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5044","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5044"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5044\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5045,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5044\/revisions\/5045"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5044"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arbeitsrecht-aktuell.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}